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Der Bildhauer Heinrich Splieth (1877 - 1929)

12.02.2015

Heinrich Splieth wurde als Sohn des Holzbildhauers und Kunsthandwerkers Heinrich Josef Splieth (1842 - 1894) in Elbing geboren. Er studierte an der Berliner Kunstakademie. Mit einem Stipendium des Ermländischen Domkapitels konnte er seine Ausbildung durch einen zweijährigen Aufenthalt in Rom vervollkommnen. Er schuf Porträtbüsten, Tierplastiken, Brunnenanlagen und weitere Monumentalwerke. Mehr als fünfzig Tierplastiken hat er für das Preußische Landwirtschaftsministerium geschaffen, dazu viele Plakettenaufträge für andere preußische Ministerien ausgeführt.

Seiner Heimatstadt Elbing blieb Splieth stets eng verbunden. Die Kreuzabnahme in der Nikolaikirche und ein Ehrenmal für die Gefallenen des 1. Weltkriegs zählen dabei zu seinen Hauptwerken. Er schuf ferner u. a. das "Sinnende Mädchen" in der Ruhmeshalle von Wuppertal-Barmen, das Mommsen-Denkmal in Garding, das Reiterstandbild Wilhelms I. in Wriezen und die "Ermländerin" für das Braunsberger Museum. Die Majolikamanufaktur in Cadinen hat viele seiner Tierplastiken angekauft. Seine letzte Arbeit war sein eigenes Grabmal - "De profundis" - in Iserlohn. Aus dem Elbinger Splieth-Museum, das am 4. November 1929 in der Heiligen Geiststrasse eröffnet wurde, ist nach den Kriegszerstörungen nichts erhalten geblieben. Es gibt lediglich noch einige Fotografien.

Nachfolgende Werke von Heinrich Splieth sind zwar in Artikeln beschrieben worden, aber es existieren keine Fotos. Kann jemand etwas zum Verbleib oder Schicksal der Kunstwerke beitragen?

  • Die Ermländerin für das Museum Braunsberg, verschollen (in mehreren Presseartikeln aus der damaligen Zeit erwähnt)
  • Magdalenenfriedhof Braunsberg Kriegerdenkmal, „Kapellchen aus Sandstein mit Kupferhaube, vorn die Schmerzensmutter, ….“ (siehe Pohls Hauskalender S. 2)
  • In der ktholischen Kirche zur Hl. Familie der Haberberger Pfarrgemeinde in Königsberg, Kriegerdenkmal - Großes Steinrelief, Christus, einen sterbenden Krieger segnend. Im Krieg zerstört. (siehe den Artikel von Karl Märtin „Heinrich Splieth“ in Ostdeutsche Monatshefte 1929 und Artikel aus Ermländer Zeitung 1921)
  • Dank des Ermlandes an seinen Retter aus Cadiner Majolika – 11 lebensgroße Figuren, die Christus zustreben, geschaffen für Kloster Springborn ( siehe Pohls Hauskalender S. 2) –verschollen .

Mögliche Informationen bitte an Peter Splieth: assadsplieth@arcor.de

 
 
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