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Der ostpreußische Schriftsteller William von Simpson

19.04.2015

William von Simpson (19. 4. 1881 - 11. 5. 1945) wurde in Nettienen nahe der Georgenburg bei Insterburg geboren. Die Vorfahren stammten aus Schottland und waren inzwischen eine renommierte Kaufmannsfamilie in Memel geworden. Sie kauften 1828 die einstige Domäne Georgenburg und entwickelten hier aus der vorhandenen Pferdezucht ein Vollblutgestüt, die Simpsonsche Pferdezucht. Der Großvater George William Simpson wurde, 1840 in den preußischen Adelsstand erhoben. Sein Sohn George Alexander (1853 - 1899), Vater des Schriftstellers, verkaufte kurz vor seinem Tod Georgenburg an den Staat, was ihm Sohn William nie verzieh

William wurde Landwirt und Gutsverwalter. Während seiner Militärzeit war er zeitweise Kolonialoffizier in Deutsch-Südwestafrika. Danach erwarb er das Gut Groß Lauth im Kreis Preußisch Eylau, wurde 1913 Landstallmeister im Lippischen Gestüt Lopshorn und 1914 im 1. Weltkrieg Husarenoffizier mit Einsatz insbesondere auf dem Balkan und im Orient. Aus diesen Eindrücken entstand sein erstes Buch „Im Sattel vom Ostseestrand bis zum Bosporus“ (1916). 1918 folgte ein Buch „Tagesfragen zur deutschen Pferdezucht“.. Nach dem 1. Weltkrieg verbrachte er 5 Jahre in Brasilien, ließ sich dann in Berlin-Charlottenburg und Österreich, danach in der Rominter Heide nieder. 1935 erwarb er die Villa Klein Beeren bei Scharbeutz in der Lübecker Bucht. Im Rütten & Löning Verlag erschienen 1937 der Roman „Die Barrings“ und 1939 der Roman „Der Enkel“, in denen er die Geschichte seiner Familie verarbeitete und ein Bild vom Leben mehrerer Generationen ostpreußischer Großgrundbesitzer zur Zeit Kaiser Wilhelms II. zeichnete. Zwanzig Jahre hatte er an diesem Stoff gearbeitet. Am 11. 5. 1945 machte er in Klein-Beeren seinem Leben ein Ende.

Seine Frau Margot von Simpson, geschiedene v. Herder und geb. v. Gustedt aus dem Harzort Berssel, war ebenfalls schriftstellerisch tätig: „Fürst Woronzeff“ (1929, verfilmt 1935), „Reiterin in Tag und Traum“ (1938) u. a.

Der gemeinsame Sohn Hubertus William v. Simpson, geb. 1919, setzte die literarische Familientradition fort mit dem Roman „Das Erbe der Barrings“ (1956) und erweiterte damit das Werk des Vaters zu einer Roman-Trilogie.

 
 
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