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Gastgeber in Ostpreußen

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Vor 70 Jahren starb Michael Kalinin

03.06.2016

Michael Kalinin (7. 11. 1875 – 3. 6. 1946) wurde in Werchnjaja Troiza,Oblast Twer, als Sohn einer Bauernfamilie geboren. Er war einer der führenden Vertreter der Sowjetunion während der Stalinzeit. Seit 1898 gehörte er der Russischen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei an und zählte später zu den Mitbegründern der Prawda. . Nach der Oktoberrevolution 1917 wurde er Bürgermeister von Petrograd. Er war von 30. März 1919 bis 15. Juli 1938 Vorsitzender des Allrussischen zentralen Exekutivkomitees der Sowjets der RSFSR und vom 1. Januar 1926 bis zu seinem Tod Mitglied des Politbüros der KPdSU und Vorsitzender des Präsidiums des Obersten Sowjet (und damit Staatsoberhaupt). Kalinin war 1940 in das sog. Massaker von Katyn involviert, bei dem in der Nähe von Smolensk eine große Anzahl polnischer Berufs- und Reserveoffiziere, Polizisten, Intellektuelle und sonstige Staatsbürger Polens hingerichtet wurden und unterzeichnete auch weitere Exekutionslisten. Neben Königsberg wurden auch andere russische Städte nach ihm benannt, so die Stadt Twer (inzwischen rückbenannt), sowie eine 1938 gegründete Stadt unweit Moskaus, die man 1995 in Koroljow umbenannte.

Es ist nicht nachvollziehbar, dass man die Taten dieses Funktionärs nicht laut anprangert, sich dagegen wütend auf die Königsbergerin Agnes Miegel stürzt, einer vielfach ausgezeichneten und von vielen hochgeschätzten Dichterin. Sie hat zwar eine Hymne auf Hitler geschrieben, aber sonst keiner Fliege etwas zuleide getan hat.

 
 
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