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Gastgeber in Ostpreußen

Adebar-Reiseteam: Individual- und Studienreisen Ostpreussen/Baltikum
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Wiedererstanden: Die acht Meter hohe Marienfigur der Marienburger Schlosskirche

14.06.2016

An der Außenfront des weit aus der Bauflucht hervorragenden Ostchores der Kirche stand in einer Nische eine 8 m hohe Madonna mit Christusfigur im Arm. Sie war um 1340 von einem vermutlich südländischen Künstler aus einer Stuckmasse modelliert und etwa 1380 von extra aus Norditalien herbei gerufenen Künstlern mit etwa 300.000 Glasmosaiken überzogen worden, die im Morgenlicht fast überirdisch funkeln. Die Legende berichtet, dass einst ein Kanonier geblendet wurde, als er auf die Statue zielte und daher das Rohr seiner Kanone beim Abfeuern barst.

Um 1900 noch einmal gründlich restauriert, war die Madonnen im 2. Weltkrieg den Kämpfern schutzlos preisgegeben und zerfiel gleich nach anfänglichem Beschuss in tausend Stücke. 2007 gründete man die Stiftung "Mater Dei", deren Ziel die äußerlich originalgetreue Wiedererrichtung der Madonna war. Hilfreich für die Rekonstruktion waren die Fotografien, die man 1903 während der Restaurierungsmaßnahmen angefertigt hatte. Zur Finanzierung wurden auch EU-Fördermittel in Anspruch genommen.

Das Werk wurde bis 2016 vollendet. Die acht Meter hohe Skulptur steht seit Kurzem wieder in ihrer Nische. Bei der Rekonstruktion nutzten die Spezialisten etwa 60 Prozent Originalteile, die nach 1945 in den Trümmern der zerstörten Anlage gefunden wurden. Die bunten Glaselemente wurden jetzt in Venedig hergestellt, die mit Gold versehenen Mosaikplättchen stammen aus dem nahe gelegenen Danzig

 
 
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