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Vor 100 Jahren wurde Brigadegeneral Udo Ritgen geboren

22.06.2016

Udo Ritgen (22. 6. 1916 – 11. 10. 2010) verlebte auf Gut Groß Falkenstein bei Peterkau im Kreis Rosenberg, das seiner in Danzig beheimateten Familie gehörte, seine Jugend. Nach dem Abitur 1935 in Marienwerder begann er eine Karriere als Berufsoffizier und trat am 1. April 1936 als Fahnenjunkter in das Infanterie-Regiment 3 in Deutsch Eylau ein. Er kam im 2. Weltkrieg als Führungsoffizier an verschiedenen Fronten zum Einsatz. Am 24. September 1944 heiratete er Gertraude Christ, eine Tochter des Kapitänleutnants a. D. Justus Christ. Im März 1945 übernahm er als Major i. G. die Leitung der Seeleitstelle Hela und wurde vom Armee-Oberkommando Ostpreußen beauftragt, die Rettung von rd. 500.000 Flüchtlingen und Soldaten von Hela aus über See zu bewerkstelligen, was ihm auch gelang. Nach Gefangenschaft in Belgien und Munster bei Hannover studierte er ab 1948 Jura, bestand 1952 das Examen und nahm 1953 seinen Militärberuf im Amt Blank und dann bei der Bundeswehr wieder auf, wo er erneut als Generalstabsoffizier tätig war. In der Bundeswehr erreichte er den Rang eines Brigadegenerals. Außerdem war er für den Bundesnachrichtendienst tätig. 1975 begann für Ritgen der Ruhestand, doch er hielt weiterhin Vorträge und war publizistisch aktiv. Er war lange Zeit Mitglied des Vorstands der Ost- und Westpreußenstiftung in Bayern e. V.

 
 
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