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Der Heideschriftsteller Hermann Löns wurde vor 150 Jahren geboren

30.08.2016

Hermann Löns (29. 8. 1866 – 26. 9. 1914) wurde in Kulm als Sohn eines Gymnasiallehrers geboren. Er wirkte als Schriftsteller und Journalist in Hannover und Bückeburg. Mit Beginn des 1. Weltkriegs meldete er sich freiwillig an die Front und fiel gleich bei Loivre in der Champagne. Als ein Bauer 1933 beim Pflügen seine Gebeine zusammen mit seiner Erkennungsmarke entdeckte, wurden seine sterblichen Überreste in die Lüneburger Heide überführt. Die gerade an die Macht gelangten Nationalsozialisten vereinnahmten ihn sofort als "Blut- und Boden-Dichter" und ließen ihn im Tietlinger Wacholderhain zwischen Walsrode und Fallingbostel unter einem Findling begraben. Dabei legten sie eine Urkunde Hitlers mit in die steinerne Grabkammer, was zum Anlaß genommen wurde, ihn in die politisch rechte Ecke zu stellen, obwohl er sich gar nicht mit nationalen oder völkischen Themen befasst hatte. Allerdings sind von ihm privat geäußerte antisemitische Ansichten überliefert. Als passionierter Jäger hat er völlig unpolitische Tier-, Wald- und Jagdgeschichten geschrieben - mit Witz und einer Portion Plattdeutsch.

 
 
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