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Erinnerung an den Großadmiral Karl Dönitz

17.09.2016

Karl Dönitz (16. 9. 1891 – 23. 12. 1980) wurde vor 125 Jahren in Grünau bei Berlin geboren. 1910 trat er in die Kaiserliche Marine ein. Im Ersten Weltkrieg war er zunächst U-Boot-Kommandant. Er wurde in die Reichsmarine der Weimarer Republik übernommen und diente ab 1930 in deren Admiralsstab. Für seine Leistungen im Ersten Weltkrieg war Karl Dönitz u. a. mit beiden Eisernen Kreuzen und dem Hohenzollernschen Hausorden ausgezeichnet worden. Ab 1935/36 war er – nun im Range eines Kapitäns zur See – mit dem Aufbau der deutschen U-Boot-Waffe betraut. Im 2. Weltkrieg entwickelte er die „Rudeltaktik“, wodurch er den für Englands Durchhalten entscheidenden Nachschub aus Amerika empfindlich traf. Sein geschickter Einsatz wurde später auch von einstigen Gegnern mit höchstem Respekt gewürdigt. Zum Sieg in der Schlacht im Atlantik kam es trotzdem nicht, weil Dönitz’ dringendes Ersuchen um Stärkung der U-Boot-Waffe lange Zeit auf taube Ohren stieß. 1942 wurde er zum Admiral befördert und am 30. Januar 1943 als Nachfolger Dr. Raeders im Range eines Großadmirals zum Oberbefehlshaber der Kriegsmarine ernannt. Am 7. April 1943 erhielt Dönitz das Eichenlaub.

In den letzten Kriegsmonaten war es der von ihm geführten Marine zu verdanken, dass Millionen Soldaten und Flüchtlinge über die Ostsee gerettet werden konnten. 800 Schiffe der deutschen Marine waren pausenlos im Einsatz und retteten fast 2,5 Millionen deutsche Flüchtlinge und Soldaten aus dem eingeschlossenen Ostpreußen, aus Danzig, Hinterpommern und dem Baltikum. Nach Hitlers Tod wurde Karl Dönitz für kurze Zeit Reichspräsident mit Sitz in Flensburg-Mürwik. Er erteilte den Befehl zur Kapitulation der Wehrmacht, wurde am 23. Mai 1945 mit seiner Regierung von britischen Truppen gefangen gesetzt und vom Nürnberger Alliierten Gerichtshof zu zehn Jahren Haft verurteilt, die er bis 1956 in Berlin-Spandau absitzen musste.

 
 
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