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Literatur: Oskar Negt „Überlebensglück“

25.10.2016

Der 1934 auf Gut Kapkeim, Kreis Wehlau, als jüngster von sieben Kindern in einer Familie von Kleinbauern geborene Negt machte nach der Flucht aus Ostpreußen 1955 an der Oldenburger Hindenburg-Schule (dem heutigen Herbart-Gymnasium) das Abitur. Er studierte Philosophie und Soziologie bei Max Horkheimer und Theodor W. Adorno in Frankfurt am Main und promoviert 1962 bei Theodor W. Adorno mit einer Arbeit über Auguste Comte und Georg Wilhelm Friedrich Hegel. Danach wurde er Assistent von Jürgen Habermas, der 1998 Gast der Jaspers Vorlesungen war. Er wurde einer der Wortführer der Studentenbewegung von 1968. Von 1970 bis 2002 war Negt Lehrstuhlinhaber für Soziologie der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover. Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit wandte sich Negt auch immer wieder tagespolitischen Themen zu. Als Intellektueller hat er die Geschichte der Bundesrepublik kritisch begleitet. Der jahrzehntelangen literarisch-wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Filmemacher und Schriftsteller Alexander Kluge entstammen mehrere herausragende Buchprojekte, die 2001 unter dem Titel „Der unterschätzte Mensch“ neu aufgelegt worden sind. Negt erhielt mehrere Ehrendoktorwürden sowie den Niedersachsenpreis für Publizistik (1996), das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse (2006) und zusammen mit Kluge den Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch (2008). 2011 wurde Oskar Negt mit dem "August-Bebel-Preis" für sein Lebenswerk gewürdigt.

Oskar Negt "Überlebensglück", Steidl Gerhard Verlag, ISBN-13: 9783958292123, Erscheinungstermin: 31.10.2016



 
 
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