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Erinnerung an den Königsberger Altphilologen und Kulturhistoriker Ludwig Friedländer

17.12.2016

Ludwig Friedländer (16. 7. 1824 – 16. 12. 1909) wurde in eine assimilierte jüdische Kaufmannsfamilie in Königsberg hineingeborenen. Er studierte an den Universitäten in Königsberg, Berlin und Leipzig und habilitierte sich 1847 in Königsberg mit einer Arbeit über griechische Grabreliefs für klassische Philologie.1853/54 brach er zu einer einjährigen Italienreise auf. 1856 wurde er außerordentlicher und 1858 ordentlicher Professor an der Viadrina. Er las Archäologie und griechische Religionsgeschichte, aber auch römische Numismatik, Epigraphik und Topographie. Sein Name ist in erster Linie mit den „Darstellungen aus der Sittengeschichte Roms in der Zeit des Augustus bis zum Ausgang der Antonine" über das private Leben im alten Rom verbunden, die 1862 erstmals erschienen, noch in einem Band. Mit weiteren Auflagen wuchs das Werk immer mehr an. Heute benutzt wird die vom Georg Wissowa besorgte 9/10. Auflage in vier Bänden (1921-1923). Georg Dehio war sein Schwiegersohn.

 
 
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