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Erinnerung an den in Elbing geborenen Musiker Heinz von Schumann

14.02.2017

Heinz von Schumann (14. 2. 1911 - 17. 3. 1993) wurde in Elbing geboren. Er besuchte dort das humanistische Gymnasium. Nach dem Abitur begann er 1931, an der Albertina Musikwissenschaft zu studieren und absolvierte parallel dazu eine praktische musikalische Ausbildung am Hochschulinstitut für Schul- und Kirchenmusik. wobei er eine besondere Begabung als Chordirigent zeigte. 1933 übernahm er die Leitung des Schubertchores, den er bald zu einem Oratorienchor umformte. Ab 1937 leitete er auch den Königsberger Männergesangsverein. Von 1939 bis 1945 nahm er am Zweiten Weltkrieg teil, was ihn jedoch nicht daran behinderte, 1941 nach einem weiteren Studiensemester die Wissenschaftliche Prüfung für das Lehramt an Höheren Schulen in Königsberg und 1943 die Pädagogische Prüfung in Berlin abzulegen. Im Herbst 1945 wurde v. Schumann aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft entlassen und gelangte nach Greifswald, wohin seine Frau mit sieben kleinen Kindern über die Ostsee geflüchtet war. Nachdem die SED ihn drängte, der Partei beizutreten, setzte er sich nach Fulda in den Westen ab, wo er sechs Jahre lang als Studienrat und Musikbeauftragter angestellt wurde. Mit dem Städtischen Kammerorchester und dem Konzertchor "Winfridia" inszenierte und dirigierte er die Uraufführung der "Totenmesse" von Joseph Hess mit Texten von Ernst Wiechert sowie eigene Kantaten zum Thema "Frieden auf Erden". 1953 wurde er zum Leiter des Ostpreußenchores in Duisburg berufen, wechselte aber nach zwei Jahren als Studienrat und Städtischer Musikdirektor nach Lippstadt. 1979 erhielt er den Kulturpreis der Landsmannschaft Ostpreußen.

 
 
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