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Der Astronom und Mathematiker Friedrich Wilhelm Bessel

23.07.2017

Friedrich Wilhelm Bessel (22. 7. 1784 - 17. 3. 1846) wurde in Minden in Westfalen geboren, Er absolvierte eine kaufmännische Lehre in Bremen, fand aber zunehmend das Interessefür die Astronomie. Die dafür erforderlichen Kenntnisse eignete er sich autodidaktisch an. Als er die Bahn des Halleyschen Kometen sehr zuverlässig berechnete, erweckte er die Aufmerksamkeit der astronomischen Fachwelt und erfuhr eine Förderung für seine zukünftige berufliche Laufbahn. Durch Vermittlung seines Lehrers Carl Friedrich Gauß berief man ihn 1810 als Professor für Astronomie an die Universität Königsberg und übernahm die Leitung der in dieser Zeit geplanten Königsberger Sternwarte. Sein Schwerpunkt lag in der möglichst exakten Berechnung der Positionen von Sternen und deren Laufbahnen. 1823 wies er aufgrund seiner Berechnungen nach, daß sich hinter dem Planeten Uranus ein weiterer großer Planet befinden müsse, der dann auch 1846 entdeckt und „Neptun“ getauft wurde.

Im privaten Bereich heiratete Friedrich Wilhelm Bessel eine Tochter von Karl Gottfried Hagen (1749 – 1829), Begründer der Pharmazie als eigenständiger wissenschaftlicher Disziplin, letzter Universalgelehrter der Albertina und regelmäßiger Tischgenosse von Immanuel Kant. Damit wurde Bessel ein Mitglied der berühmtesten Gelehrtenfamilie Königsbergs, zu der auch der Physiker Franz Neumann (1798 – 1895) gehörte.

 
 
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