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Der Kapellmeister Albert Krantz aus Königsberg

10.04.2018

Albert Krantz (1851 – 9. 4. 1938) wurde in Königsberg geboren. Er besuchte das Löbenichtsche Real-Gymnasium, spielte fünf Jahre lang beim Stadtmusikus in Bransberg und war dann Hoboist beim Infanterieregiment Nr. 41 in Königsberg. Mit diesen musikalischen Erfahrungen entschied er sich, Militärmusikmeister zu werden. Zur weiteren Ausbildung ging er an die Königliche Hochschule für Musik in Berlin-Charlottenburg, wo er auch Kontakt mit Johannes Brahms hatte, weil er die Posaune so gut spielte. Anlässlich einer Hofjagd in Königs-Wusterhausen, die die Hochschule muskikalisch untermalte, lernte er den alten Kaiser, seinen Sohn und seinen Enkel kennen. 1883 wurde er als Musikmeister zum Infanterie-Regiment 43 abkommandiert, das 1889 den Namen „Infanterie-Regiment Herzog Karl von Mecklenburg-Strelitz“ erhielt, aus welchem Anlass er den Herzog-KarlMarsch komponierte. Das Regimet durfte zwei Paukenhunde führen, Pascha und Sultan. Die Kapelle wurde bald über die Grenzen Ostpreußens hinaus bekannt und der Kapellmeister sowohl wie seine Kapelle erhielten vielfache Ehrungen. 1920 wurde Krantz als Leutnant pensioniert. Er war ab 1905 Mitglied der Loge Zum Totenkopf und Phoenix. Seine Erlebnisse schilderte Krantz in dem Buch „Aus meinem Leben“.

 
 
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