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Einblick in die Vergangenheit Ostpreußens

24.07.2020

Früher hieß das Land zwischen Weichsel und Memel Preußen und später Ostpreußen. Ursprünglich wohnten hier die baltischen Prußen. Diese wurden 1225 von Herzog Konrad I. von Masowien, einem polnischen Teilfürsten, und dem zu Hilfe gerufenen Deutschen Orden vertrieben.

Der Kaiser Friedrich II. sprach die gewonnen Gebiete als Entlohnung für die Hilfe dem Orden zu. Nur dem Papst war der Orden noch verpflichtet und begann sogleich mit der Errichtung des Deutschordensstaates.

Zahlreiche Städte und Dörfer entstanden und wurden mit Deutschen bevölkert. Knapp 300 Jahre herrschten der Hochmeister und sein Orden über diese Gebiete, wobei sie bereits 1466 Westpreußen und das Ermland verloren.

Ab 1525 unterstand Ostpreußen formal dem König von Polen und wurde erst wieder 1657 souverän. 1701 krönte sich der brandenburgische Kurfürst Friedrich III. zum König Friedrich I. von Preußen und vereinte den brandenburgischen Staat mit Preußen. 1772 mit der Wiedereingliederung Ermlandes entstand dann die Provinz Ostpreußen.

Bodenschätze

Ostpreußen verfügte zu keiner Zeit über nennenswerte Bodenschätze. Nur Ton und Bernstein waren von Belang. Der Ton wurde als Grundstoff für Backstein benötigt. Die Marienburg, der Hauptsitz der Hochmeister, sowie zahlreiche andere Ordensburgen und Kirchen legen Zeugnis von der Bedeutung des Backsteins zu dieser Zeit ab.

In der modernen Architektur kommt er ebenso zum Einsatz wie beispielsweise am Königsberger Hauptbahnhof oder an den Ostmessebauten. Das fossile Harz Bernstein verarbeiteten die Ostpreußen in der Bernsteinmanufaktur. Bis heute ist Königsberg bekannt für seinen Bernsteinschmuck.

Ostsee, Haffs und Seen

Ganz typisch für die Landschaft im Süden Ostpreußens sind die Seen. Einige haben die Größe eines Teichs, andere erstrecken sich über bis zu 120 Quadratkilometer, wie der Spirdingsee. Die Tiefe ist ebenso variabel von einem bis zu 58 Metern.

Ostpreußens zentraler Fluss ist der Pregel mit seinem Nebenfluss Alle. Ein paar Kilometer unterhalb Königsbergs mündet der Pregel in das Frische Haff. Der Außenhafen Pillau ist mit Königsberg durch die 40 Kilometer lange Haffrinne „Königsberger Seekanal“ verbunden. Durch diesen Haffrinne ist es auch größeren Schiffen möglich, Königsberg anzulaufen.

Die schiffbaren Gewässer sind mit Kanälen verbunden. Der Oberländische Kanal überwindet in fünf Etappen stattliche 104 Höhenmeter. Dabei zieht eine Standseilbahn die Schiffe mit Schienenwagen über Land hoch.

Kultur und Wissenschaften

Von Ostpreußen gingen geistige Impulse in die Welt, die sowohl die Natur- und Geisteswissenschaften als auch die Literatur und Kunst beeinflussten. Weltberühmt ist Nikolaus Kopernikus, Domherr zu Frauenburg. Ihm verdanken wir das neue Weltbild mit der Sonne als Mittelpunkt des Planetensystems.

Friedrich Wilhelm Bessel bewies als Leiter der Königsberger Sternwarte später die Richtigkeit der Thesen des Kopernikus und katalogisierte 75.000 Sterne.

Kein anderer Denker als Immanuel Kant hat die abendländische Philosophie so beeinflusst wie er. Heute ist in Königsberg Glückspiel wie im Casino777 von der russischen Regierung legitimiert.

Wirtschaftliche Drehscheibe

Schon 1867 eröffnete die Ostpreußische Ostbahn eine durchgehende Bahnstrecke von Berlin über Königsberg nach St. Petersburg. Schon ein Jahr später ging eine weitere Strecke bis nach Odessa.

Aus einem bestehenden Militärflugplatz entstand 1919 der Flughafen Devau, der von nun an Berlin, Stockholm und Moskau als Drehscheibe miteinander verband. Damit rückten Ost und West enger zusammen.

Die seit 1920 eröffnete Deutsche Ostmesse Königsberg ebnete den Ostpreußen den wirtschaftlichen Weg nach Osteuropa. Sie entwickelte sich bis zum 2. Weltkrieg zur zweitgrößten Messe des Deutschen Reiches und ist einer der letzten großen Erfolge Ostpreußens, bevor es 1945 in den Ostblock überging.

 
 
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