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Der Ostpreuße Gotthardt Heinrici

25.12.2020

Gotthardt Heinrici (25. 12. 1886 - 13. 12. 1971) wurde in Gumbinnen als Sohn eines Pfarrers geboren. Mütterlicherseits war er mit der Familie v. Rauchhaupt verwandt. Der Generalfeldmarschall Gerd von Rundstedt war sein Cousin. Er begann seine militärische Laufbahn 1905 als Fahnenjunker und absolvierte die Offiziersausbildung. Im 1. Weltkrieg nahm er an der Schlacht bei Tannenberg teil und avancierte im Verlauf des Krieges zum ersten Generalstabsoffizier einer Infanterie-Division. 1920 wurde er in die Reichswehr aufgenommen und entwickelte sich im Laufe der Jahre zum Bataillonskommandeur und Stabsoffizier.

Unter den Nationalsozialisten setzte sich seine Karriere fort. Im 2. Weltkrieg wurde er sehr bald General und übernahm 1942 das Kommando über die 4. Armee. Bei den Rückzugsgefechten zeigte er großes taktisches Geschick und fügte der feindlichen Roten Armee große Verluste zu. Diese Fähigkeit zeichnete ihn auch als Kommandeur der 1. Panzerarmee ab dem 17. 8. 1944 aus, die sich aus der Ukraine über Polen in schweren Gefechten bis in die Slowakei zurückziehen musste. Als Defensivspezialist wurde er im März 1945 Nachfolger des glücklosen Heinrich Himmler als Kommandeur der Heeresgruppe Weichsel,, die den Angriff der Roten Armee auf Berlin stoppen sollte. In dieser Funktion leitete er die Schlacht um die Seelower Höhen, die enorme Verluste auf beiden Seiten forderte und trotzdem den Vormarsch der Sowjets nicht aufhalten konnte. Als er sich weigerte, Berlin um jeden Preis zu verteidigen, wurde er am 29. April 1945 seines Amtes enthoben und setzte sich nach Schleswig-Holstein ab. Nach dem Krieg ließ er sich in Baden-Württemberg nieder. Er wurde auf einem Friedhof in Freiburg im Breisgau mit militärischen Ehren beigesetzt.

 
 
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