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Geschichte der Burg

Auf dem Platz einer prußischen Fliehburg am Flüßchen Liebe (Liwna) ließen die Ordensritter der Komturei Brandenburg 100 m südöstlich der bis dahin vorhandenen Holz-Erde-Befestigung, die 1311 erstmals erwähnt wurde, 1325 - 1347 eine der damals typischen Wehranlagen in Backstein auf Feldsteinsockel anlegen. Am Anfang war sie Sitz von Vögten, ab 1353 von Pflegern.

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Auf dem Platz einer prußischen Fliehburg am Flüßchen Liebe (Liwna) ließen die Ordensritter der Komturei Brandenburg 100 m südöstlich der bis dahin vorhandenen Holz-Erde-Befestigung, die 1311 erstmals erwähnt wurde, 1325 - 1347 eine der damals typischen Wehranlagen in Backstein auf Feldsteinsockel anlegen. Am Anfang war sie Sitz von Vögten, ab 1353 von Pflegern. . Die Ziegel für den Burgbau kamen aus einer Ziegelei in Drengfurt.[1]

Unter Hochmeister Winrich von Kniprode plante man 1377, den Platz zur Residenz einer neuen Komturei zu erheben, was einen monumentalen Ausbau zur Folge hatte. Gegen 1390 gab man das Vorhaben aber wieder auf.

Der später berühmte Heinrich von Plauen residierte hier 1402 - 1406 als Pfleger der Komturei Rhein, der das Gebiet von 1393 - 1420 unterstand.

Schon zu Beginn des Städtekrieges (1454 - 1466) wurde das Ordensschloss stark beschädigt, danach aber wieder aufgebaut. Wegen seiner finanziellen Probleme musste der Orden die Burg 1480 verpfänden. Ab 1533 beherbergte sie den Amtshauptmann und ab 1842 war es Mittelpunkt eines privaten Gutes. Im 1. Weltkrieg brannte 1915 der Nordflügel aus und nach dem 2. Weltkrieg wurde hier der Sitz eines Staatsgutes installiert.

Im Herbst 2000 wurde die Burg an eine unbekannte Gesellschaft, die ein Stammkapital von 50.000 Zloty aufwies, versteigert, die ein höheres Gebot abgaben als die Gesellschafter und Herausgeber der Zeitschrift „Polityka“, die hier mitsteigerten. Dem Anschein nach war das Haus im Jahr 2001 ungenutzt, der südliche Verbindungstrakt zwischen West-Speicher und Hauptflügel schien renoviert zu sein

Detaillierte Informationen über die Burg Barten findet man bei Malgorzata Jackiewicz-Garniec/Miroslaw Garniec, "Burgen im Deutschordensstaat Preußen - Pomesanien, Oberland, Ermland, Masuren", Olsztyn 2009, S. 64 - 74


[1] Jackiewicz-Garniec, Burgen im Deutschordensstaat Preußen, S. 67

 
 
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