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Besia - Bansen

Das Dorf wurde 1389 unter Bischof Heinrich III. Sorbom (1373 - 1401) gegründet. Lokator war ein Nikolaus Lengemann und seinen Namen erhielt der Ort von dem südlich gelegenen See. In dieser Zeit entstanden Krug und Mühle. Nach Verwüstungen im 15. und 16. Jh. wurden die Ländereien von Stanislaus Oskar von Masowien aufgekauft. Unter dem Nachbesitzer Burggraf Christoph Wandkow erweiterte sich der Ort zum Gut, dessen Besitzer dann häufig wechselten.

Immerhin entwickelte es sich zum einst größten Rittergut des Ermlands. Das barocke Gutshaus entstand um 1720 - 1730. An den Seiten wurden Anfang des 19. Jhs. Anbauten vorgenommen. Der Gutsbetrieb hatte zuletzt eine Größe von 1.000 ha. Die Anlage wurde in den 1970er Jahren renoviert und bis 1991 von einem Staatsgut genutzt, das gleichzeitig Versuchsgut war und deshalb öfter von hochrangigen Politikern besucht wurde. Seit 1997 befindet es sich in Privabesitz. Zu den letzten deutschen Besitzern schrieb Georg Graf von Brühl: "Letzter deutscher Eigentümer waren Graf und Gräfin von Brühl. Meine Großmutter, geb. Stockhausen, hatte das Rittergut mit in die Ehe gebracht. Mein Vater wuchs dort als jüngster Sohn mit 2 älteren Brüdern und einer älteren Schwester bis zu ihrer Flucht auf."

Im Innern gibt es noch die repräsentative Eingangshalle und den Gartensalon. Einige Öfen, darunter ein klassizistischer Rundofen, haben sich erhalten.

Auch der 7 ha große Park, angelegt 1868 von Johann Larass, hat die Zeitläufe erstaunlich gut überstanden. Man trifft auf jahrhundertealte Eichen, Buchen Hainbuchen und Lärchen und vor der Gartenseite auf zwei besonders prachtvolle Eichen.

Nahe der Einfahrt zum Gutshaus gibt es eine halbwegs erhaltene, schindelgedeckte, allerdings nur bedingt betriebsbereite Windmühle Holländer Bauart von 1810 aus Ziegelsteinen auf Feldsteinsockel. Sie lässt jetzt die Flügel hängen.

In Bansen wurde im Oktober 1992 der „Verband der Vereinigungen Deutscher Bevölkerung“ als Dachverband für die deutschen Vereine in Ostpreußen gegründet. Er hat die Aufgabe, die Arbeit der Mitgliedsverbände zu unterstützen und zu koordinieren, den Zusammenhalt der Deutschen in Ostpreußen zu stärken sowie die deutsche Tradition, Kultur und Sprache zu fördern und das kulturelle Erbe zu bewahren.

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