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Prominente Bewohner der Stadt

Regina Protmann (1552 – 18. 1. 1613), wurde als Tochter des angesehenen Braunsberger Kaufmanns Peter Protmann und seiner Frau Regina geb. Tingel sowie als Nichte eines Braunsberger Ratsherrn in Braunsberg geboren. Möglicherweise durch die Erfahrungen bei der die Stadt Braunsberg 1564 heimsuchenden Pest und die Wirkung der Predigten, die die 1565 von Kardinal Hosius nach Braunsberg gerufenen Jesuiten auf das junge Mädchen ausübten, verließ die 19jährige Regina 1571 ihr Elternhaus und führte fortan zusammen mit 2 Freundinnen ein Leben in Armut und zum Wohle der Armen und Kranken ihrer Heimatstadt.

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    • Regina Protmann (1552 – 18. 1. 1613), wurde als Tochter des angesehenen Braunsberger Kaufmanns Peter Protmann und seiner Frau Regina geb. Tingel sowie als Nichte eines Braunsberger Ratsherrn in Braunsberg geboren. Möglicherweise durch die Erfahrungen bei der die Stadt Braunsberg 1564 heimsuchenden Pest und die Wirkung der Predigten, die die 1565 von Kardinal Hosius nach Braunsberg gerufenen Jesuiten auf das junge Mädchen ausübten, verließ die 19jährige Regina 1571 ihr Elternhaus und führte fortan zusammen mit 2 Freundinnen ein Leben in Armut und zum Wohle der Armen und Kranken ihrer Heimatstadt. Damit legte sie den Grundstein für eine Ordensgemeinschaft, benannt nach der Märtyrerin Katharina, die 12 Jahre später – 1583 - von Diözesanbischof Martin Kromer bestätigt wurde, wobei sie die Unterstützung der Jesuiten fand. Ihr geistlicher Betreuer war der Jesuit Engelberg Keilert (1564/65-1622), der wahrscheinlich auch die erste Lebensbeschreibung der Ordensfrau verfaßte (»Das Leben der gottseligen Jungfrau Regina Protmann«, 1623 anonym erschienen). Als Regina Protmann starb, hatte der Orden 34 Schwestern, heute sind es fast 1.000. Die Gebeine von Regina Protmann rettete man zum Ende des 2. Weltkriegs aus der Gruft der Katharinenkirche in Braunsberg nach Grottaferrata. Am 13. 6. 1999 wurde Regina Protmann von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen

    • Rainer Barzel (20. 6. 1924 – 26. 8. 2006) wurde in Braunsberg als Sohn eines Oberstudienrates geboren. Seit 1931 wuchs er in Berlin auf. Nach dem 2. Weltkrieg, an dem er als Seeflieger und Lufttaktik-Lehrer teilnahm, studierte er in Köln Jura und Volkswirtschaft und promovierte 1949 zum Dr. jur. mit magna cum laude. Von 1957 - 1987 gehörte er dem Deutschen Bundestag an, war 1962 - 1963 Minister für Gesamtdeutsche Fragen, 1964 - 1973 Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU, 1972 Kanzlerkandidat und beinahe Nachfolger von Willy Brandt als Bundeskanzler. Von 1982 – 1983 war er erneut unter Helmut Kohl Minister für innerdeutsche Beziehungen und 1983 - 1984 war er Präsident des Deutschen Bundestages und 1986 – 1990 Koordinator für die deutsch-französische Zusammenarbeit.

    • der am 22. Juni 1910 in Berlin geborene Konrad Zuse verbrachte seine Kindheit und Jugend in Braunsberg, wo sein Vater als Postbeamter tätig war. Er ging auf dem Gymnasium Hosianum zur Schule. 1936, mit 26 Jahren, baute Zuse in Berlin-Wilmersdorf den ersten binären Rechner der Welt zusammen, die Z1. Der Nachbau dieses Rechners, der im Krieg zerstört worden war, steht heute im Berliner Technik-Museum. Es war die „erste vollautomatische, programmgesteuerte und frei programmierte, in binärer Gleitpunktrechnung arbeitende Rechenanlage“. Er schaffte bis zu 1,5 Mio Umschaltungen/sec., was angesichts heutiger 80 Mrd./sec. gering erscheint und doch sehr bahnbrechend war. Es folgte die Z2, die schon ein elektromagnetisches Relais hatte, dann Z3 und Z4. Seinen Bestrebungen in den 1950er und 1960er Jahren, mit der Produktion von Großrechenanlagen in Westdeutschland eine Existenz aufzubauen, war kein Erfolg beschieden. In den letzten 40 Jahren lebte Konrad Zuse in der kleinen Stadt Hünfeld in der Hessischen Rhön. Dort starb er am 22. 12. 1995.
    • In Braunsberg wurde Jörg Schlegel (16. November 1940 - 20. September 2010) geboren. Er studierte von 1960 bis 1966 an der Freien Universität Berlin Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und schloss dieses Studium als Volkswirt ab. Im gleichen Jahr trat er in das Bundeskartellamt ein, wurde dort 1969 Pressesprecher und 1971 gleichzeitig mit der Leitung des Bereichs Verwaltung und Personal betraut. Von 1975 bis 1981 war Jörg Schlegel Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Wirtschaft und Verkehr. 1983 übernahm er die Geschäftsführung des Landesverbandes Freier Wohnungsunternehmen Berlin e.V. 1988 wurde er stellvertretender Hauptgeschäftsführers der Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin und Leiter der Abteilung Außenwirtschaft und Absatzförderung. Gleichzeitig wurde er Geschäftsführer der BAO Berlin International, dem Büro für Arbeits- und Organisationspsychologie, die eine Tochtergesellschaft der IHK ist. Bis zum Jahr 2002 war Jörg Schlegel in der IHK Berlin tätig und gestaltete u.a. den Umbruch der Berliner Wirtschaft nach der Wiedervereinigung an wichtiger Stelle mit.[1]









[1] BZ, 28. 9. 2010


 
 
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