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Rathaus und Löwenehrenmal

Das alte Rathaus, das bereits 1685, 1804 und dann während der Kampfhandlungen des 1. Weltkriegs abgebrannt war, konnte erst 1923 und dann vor allem durch die Unterstützung der Patenstadt Leipzig wieder aufgebaut werden. Es ist gut über den 2. Weltkrieg gekommen und wieder ordentlich hergerichtet worden. Vor dem Rathaus hat man 1993 einen eindrucksvollen Löwen aus Granit aufgestellt, mit dem es eine besondere Bewandtnis hat.

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Das alte Rathaus, das bereits 1685, 1804 und dann während der Kampfhandlungen des 1. Weltkriegs abgebrannt war, konnte erst 1923 und dann vor allem durch die Unterstützung der Patenstadt Leipzig wieder aufgebaut werden. Es ist gut über den 2. Weltkrieg gekommen und wieder ordentlich hergerichtet worden. Vor dem Rathaus hat man 1993 einen eindrucksvollen Löwen aus Granitaufgestellt, mit dem es eine besondere Bewandtnis hat.

Dieser Löwe gehörte zu einem Ehrenmal, das man zum Andenken der in der Tannenbergschlacht 1914 gefallenen Angehörigen des Infanterie-Regiments Nr. 147, den Hindenburgern, ganz in der Nähe des Tannenbergdenkmals errichtet hatte und das 1924 von Generalfeldmarschall v. Hindenburg eingeweiht wurde. Der Stein kam aus den Granitwerken der Strehle GmbH in Schmölln bei Bischofswerder in der sächsischen Lausitz. Inhaber dieses Unternehmens war der Rittergutsbesitzer in Niederschmölln und der war Offizier des Regiments 147. Die Figur wurde entworfen von Michelangelo Pietrobelli aus Verona, der Steinmetz im Schmöllner Werk war, und der zusammen mit seinen beiden Kollegen Teuschert und Frenzel aus einem 150 Ztr. schweren und 2 m hohen Granitblock des Steinbruchs "Grund" den Löwen herausmeißelte.

Auf der dem Rathaus gegenüberliegenden Seite des Marktes befand sich das Kriegerdenkmal zum Andenken an die Gefallenen des 1. Weltkriegs. Auf dem Sockel stand jedoch die Bronzefigur eines Soldaten von 1870/71. Das kam daher, dass man die einst in Putzig bei Danzig stehende Figur 1919 demontierte, so vor der befürchteten Zerstörung durch die nunmehr einrückenden Polen rettete und nach Hohenstein verbrachte, wo sie fortan dem ehrenden Gedenken der im nächsten großen Krieg Gefallenen diente.

Rathaus 2011 (Osteroder Zeitung, Dez. 2011)
 
 
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