250. Geburtstag von E.T. A. Hoffmann

E. T. A. Hoffmann (gemeinfrei)

E. T. A. Hoffmann (24. 1. 1776 – 26. 6. 1822), Komponist, Dichter und Kammergerichtsrat, wurde in der Junkerstrasse in Königsberg als Sohn eines Rechtsanwalts und Anwalts am Hofgericht geboren und wäre heute 250 Jahre alt geworden. Sein Elternhaus war nur durch das Lesgewangsche Stift vom Anwesen des Stadtpräsidenten Theodor Gottlieb von Hippel getrennt, dessen Neffe sein enger Freund wurde. Der Vater kümmerte sich nicht sonderlich um seinen Sohn und als er sechs Jahre alt war, ließen sich seine Eltern scheiden.  Der Vater, befreundet mit dem Domorganisten Podbielski, zog nach Insterburg, ergab sich dem Trunk und starb 1797.

Die Taufnamen des Dichters und Komponisten waren Ernst Theodor Wilhelm. Später änderte er seinen dritten Vornamen in Amadeus, um seiner Verehrung für Mozart Ausdruck zu verleihen. Er wuchs fortan bei seiner Mutter auf, einer geborenen Doerffer, und beide wohnten nun bei den Großeltern in der Poststraße. Die Mutter starb 1798.

E.T.A. besuchte die Burgschule in Königsberg, erhielt Musikunterricht bei Domorganist Podbielski und nahm Zeichenunterricht bei dem Maler Saemann. 1792 begann er das Jurastudium an der Albertina und nahm auch an Vorlesungen bei Prof. Immanuel Kant teil. Er         führte einen regen Briefwechsel mit seinem Jugendfreund Theodor Gottlieb v. Hippel, Neffe des großen Theodor Gottlieb v. Hippel d. Ä., der zur gleichen Zeit sein Studium begann, aber 1794 nach Marienwerder zog. 1795 bestand er sein erstes Staatsexamen und war danach Referendar am Obergericht in Königsberg. 

Nachdem Hoffmanns unglückliche Liebe zu Dora Hatt, einer verheirateten Frau mit 5 eigenen Kindern und einem werdenden Kind im selben Wohnhaus in der Junkerstrasse unhaltbar wurde, schickte ihn die Familie 1796 zu seinem Patenonkel Johann Ludwig Doerffer, ebenfalls Jurist, nach Glogau, wo er bei der Oberamtsregierung arbeitete und sich auf seine Staatsprüfung vorbereitete. Hier verlobte er sich mit seiner Cousine Wilhelmine Doerffer.

Nach dem 2. juristischen Examen 1798, das er mit der Note „vorzüglich“ abschloß, ging er als Referendar nach Berlin ans Kammergericht. Im August 1798 unternahm er mit seinem hochangesehenen Großonkel Justizrat Voeteri eine Ferienreise zu verschiedenen Gütern im Riesengebirge, in Böhmen und Sachsen, was später in der Erzählung „Das Majorat“ seinen Niederschlag fand. Gleichzeitig erhielt er Kompositionsunterricht bei dem Königsberger Johann Friedrich Reichardt. Seine ersten Kompositionen – eine Sinfonie sowie Klaviersonaten – stammen aus seiner Zeit als Rechtsreferendar.1800 machte er sein 3. Staatsexamen, ebenfalls mit vorzüglicher Benotung.

Danach ging er als Assessor nach Posen. Hier löste er 1802 seine Verlobung mit Wilhelmine Doerffer und heiratete im selben Jahr Michalina Rorer (1778–1859) aus einer angesehenen Posener Familie.

Weil seine bissigen Karikaturen der lokalen Honoratioren Unmut hervorriefen, wurde er nach Plock versetzt, begleitet von seiner Frau. Danach Versetzung nach Warschau als Regierungsrat. Hier war er beteiligt an der Gründung der „Musikalischen Gesellschaft“. Nach der Niederlage von Jena und Auerstedt besetzten die Franzosen Warschau und Hoffmann verließ den dortigen Staatsdienst, um dem Vernehmen nach keinen Treueeid auf Napoleon ablegen zu müssen. Er ging zunächst nach Berlin, dann 1808 nach Bamberg als Musiker und Kapellmister und, nach Konkurs des Hoftheaters, als Direktionsgehilfe, Dramaturg und Dekorationsmaler ans Bamberger Theater. Über Intermezzi in Dresden und Leipzig Rückkehr ans Kammergericht in Berlin 1814 und Übernahme in den Staatsdienst 1816. 1819 wurde Hoffmann zum Mitglied der Immediats-Kommission zur Ermittlung hochverräterischer Verbindungen und anderer gefährlicher Umtriebe ernannt.1821 Ernennung zum Mitglied des Oberappellations-Senats am Berliner Kammergericht.

Seit dem 1. Juli 1815 lebte er mit seiner Frau nahe dem Gendarmenmarkt im 2. Stock des Wohnhauses Taubenstrasse 31, Ecke Charlottenstrasse, und dort starb er auch. Dieses Haus wurde allerdings bereits 1900 abgerissen. Das einzige noch existierende Haus in Deutschland, in dem Hoffmann gewohnt hat und das seine ursprüngliche Baugestalt bewahrte, steht heute in Bamberg, Zinkenwörth 50 – heute Schillerplatz 26, wo er sich 1808 – 1813 aufhielt. Darin befindet sich heute ein E.T.A. Hoffmann-Museum.

In Leipzig begann er die Niederschrift der „Elixiere des Teufels“ und vollendete die Niederschrift der Oper „Undine“. Meister Floh wurde beschlagnahmt und Hoffmann sollte bestraft werden, aber Jugendfreund v. Hippel erwirkte die Vertagung des Verfahrens. Bald darauf starb E. T. A. Hoffmann und wurde auf dem Friedhof Mehringdamm begraben. In Berlin schuf Hoffmann den größten Teil seiner literarischen Werke: “Serapionsbrüder”, “Kater Murr” sowie “Elixiere des Teufels”.