Öffnungszeiten: täglich außer montags 10.00 bis 18.00 Uhr. Das gilt auch für das angrenzende Brauereimuseum Lüneburg.
A) Ausstellungen – Mai 2026
Seit März 2026
Das Kant-Museum
im Ostpreußischen Landesmuseum
Das neue Kant-Museum ist die erste Dauerausstellung in der Bundesrepublik
Deutschland zu Immanuel Kant, dem revolutionären Denker der Aufklärung.
Einzigartige Objekte zeigen den Menschen Kant; im Zentrum stehen aber seine Ideen
und ihr Einfluss auf unsere heutige Welt.
Die Ausstellung macht seine Philosophie durch Inszenierungen und interaktive
Stationen einem breiten Publikum zugänglich und regt – ganz im Sinne Kants – zum
„Selberdenken” an. Entdecken Sie die Welt des großen Aufklärers aus Königsberg.
Nach einem biographischen Einstieg gliedert sich die Ausstellung in drei große Bereiche:
Erkenntnis, Moral und Politik. Immer wieder wird gefragt: Wie wirkt Kants Denken
heute? Wie können wir ihn kritisch weiterdenken? Erkunden Sie die Vielfalt der einzelnen Stationen und wählen Sie Ihren Fokus
- März bis 16. August 2026 (Kabinettausstellung)
Der kleine Herr Jakob. Die Bilderwelten des Hans Jürgen Press
In dieser Kabinettausstellung würdigt das Ostpreußische Landesmuseum den
Karikaturisten, Illustrator und Kinderbuchautor Hans-Jürgen Press, der in diesem Jahr
100 Jahre alt geworden wäre.
Hans-Jürgen Press wurde in Klein Konopken in Masuren geboren. Ab 1953 arbeitet er
für das „Sternchen“, die Kinderbeilage des „Stern“. Dort veröffentlichte er zunächst
Suchbilder, Spiel- und Basteltipps sowie kleine Experimente und naturkundliche
Beiträge. Große Bekanntheit erlangten „Die Abenteuer der schwarzen Hand“ –
Fortsetzungsgeschichten mit Text-Bild-Rätseln – und der „Kleine Herr Jakob“, eine
Comicfigur mit Schnauzbart und Melone, die zunächst wortlos, später mit gereimtem
Text alltägliche Abenteuer erlebte. Press gilt als einer der Wegbereiter der
Wimmelbilder. Seine zahlreichen Werke wurden in über 60 Sprachen übersetzt.
Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Sohn des Künstlers, Julian Press. Noch
nie gezeigte Originalzeichnungen zeigen den Entstehungsprozess der beliebten Figuren und Reihen. Sie werden durch eine Vielzahl von gedruckten Werken ergänzt.
- April bis 18. Oktober 2026 (Sonderausstellung)
The Seen and the Unseen.
Holger Trülzsch & Vera von Lehndorff (Veruschka)
In Kooperation mit Holger Trülzsch, Fotograf und künstlerischer Weggefährte von Vera
von Lehndorff, präsentiert das Ostpreußisches Landesmuseum eine Sonderausstellung
ausgewählter, als fotografische Performances konzipierte Bodypainting-Fotografien.
Vera von Lehndorff wurde 1939 in Königsberg geboren und wuchs auf Schloss Steinort
auf. Ihr Vater war als Gutsherr in das Attentat vom 20. Juli 1944 involviert und wurde im
Herbst desselben Jahres von den Nationalsozialisten hingerichtet. In den 1960er-Jahren
wurde sie als Fotomodell entdeckt und erlangte unter dem Namen „Veruschka“
internationale Berühmtheit. Mit ihrer Rolle im Film „Blow-Up“ von Michelangelo
Antonioni etablierte sie sich auch als Schauspielerin. Sie gilt als eine der Ikonen der
1960er- und 1970er-Jahre und als erstes deutsches Supermodel.
Zusammen mit Holger Trülzsch schuf sie in den 1970er und 1980er Jahren
unterschiedliche Foto-Projekte, in deren Mittelpunkt die Inszenierung und künstlerische
Verfremdung ihres Körpers mittels Bodypainting stand. Sie sind damit frühe Pioniere
der Kunst der Körperbemalung. Ihre Werke wurden bereits in den renommiertesten
Museen in den USA und Europa gezeigt, unter anderem in New York, Paris und Mailand.
B) Veranstaltungen – Mai 2026
Sonntag, 3. Mai 2026, 14.00 Uhr, 2,50 € (zzgl. Museumseintritt)
Kant entdecken
Öffentliche Sonntagsführung durch das neue Kant-Museum
Wer war Immanuel Kant? Die Führung durch das Kant-Museum stellt den Philosophen
als Menschen vor und öffnet einen Zugang zu seiner Gedankenwelt. Wie wurde der
Handwerkersohn zum weltberühmten Philosophen? Einzigartige Objekte vermitteln
einen Eindruck von seinem Alltag in Königsberg. Seine zentralen Ideen wie der
kategorische Imperativ und seine Konzeption für einen dauerhaften Frieden haben
nichts von ihrer Aktualität verloren.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de ist erforderlich.
Dienstag, 5. Mai 2026, 14.30 Uhr, Eintritt: 9,00 € (inkl. Eintritt, Kaffee, Tee und Gebäck)
Hans Jürgen Press (1926-2022) und seine Bilderwelt
Vortrag von Julian Press im Rahmen der Reihe „Museum Erleben“
Julian Press, Buchillustrator und freier Künstler, führt durch die Kabinettausstellung
„Der kleine Herr Jakob. Die Bilderwelt des Hans Jürgen Press“ und gibt Einblicke in das
Leben seines Vaters und seine weitreichende, auch internationale Schaffenskraft in
Wort und Bild. Anhand unveröffentlichter Originalzeichnungen beleuchtet er den
Entstehungsprozess der beliebten Figuren und Bildergeschichten. Eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder info@ol-lg.de ist erforderlich.
Dienstag, 5. Mai 2026, 19.30 Uhr, Eintritt: 10,00 €
„Blow Up”
von Michelangelo Antonioni mit Vera von Lehndorff (Veruschka)
Filmvorführung in der Reihe „Nordöstliche Spuren im Kino“ im Programmkino SCALA,
Apothekenstraße 17, 21335 Lüneburg
Einführung: Jan Rüttinger, Ostpreußisches Landesmuseum
London, 1966. Die Stadt pulsiert im Rhythmus der Swinging Sixties. Mode, Musik und
ein Hauch von Exzess bestimmen das Lebensgefühl einer Generation. Mittendrin: Der
Starfotograf Thomas, ein Getriebener zwischen Studio-Glamour und existenzieller
Leere. Auf der Suche nach authentischen Motiven fotografiert Thomas heimlich ein Paar
in einem Park. Erst beim späteren Vergrößern der Aufnahmen – dem „Blow Up“ –
macht er eine verstörende Entdeckung: Verbirgt sich dort im Gebüsch ein Mörder mit
einer Pistole?
Ein besonderer Höhepunkt des Films ist der legendäre Auftritt von Vera von Lehndorff,
bekannt als Veruschka. In einer der ikonischsten Szenen der Filmgeschichte begegnen
sich Model und Fotograf im Studio: Dabei verschmelzen Körper und Kamera fast zu
einer Einheit. Veruschka wirkt hier nicht wie ein gewöhnliches Model, sondern wie eine lebendige Skulptur.
Sonntag, 17. Mai 2026, freier Eintritt!
Internationale Museumstag
im Ostpreußischen Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung und Kant-Museum
Unter dem diesjährigen Motto „Museums uniting a divided world“ rückt der
Internationale Museumstag die besondere gesellschaftliche Rolle von Museen in den
Mittelpunkt. In Zeiten globaler Herausforderungen und zunehmender Polarisierung
schaffen Museen Räume für Austausch und Vielfalt.
Auch das Ostpreußisches Landesmuseum beteiligt sich am Internationalen Museumstag
mit einem spannenden Programm, das Dialog fördert.
Im Zentrum steht das neue Kant-Museum, das sich bewusst als Ort des „Selberdenkens“
versteht. Es regt zum Dialog an, ermutigt zum reflektierten Umgang mit Wissen und
stärkt damit demokratische Werte. Um 12.00 Uhr und 15.00 Uhr laden Führungen unter
dem Titel „Kant entdecken“ dazu ein, das Denken von Immanuel Kant kennenzulernen
und gemeinsam weiterzudenken.
Und dann wäre da noch etwas, das Menschen seit Jahrhunderten verbindet und zum
geselligen Beisammensein einlädt: Bier.
Um 11.00 Uhr und 14.00 Uhr bieten wir unsere beliebten Führungen durch das
Brauereimuseum an. Mit einem Augenzwinkern wird eine Kulturpraxis vorgestellt, die
Gemeinschaft stiftet – beim Brauen ebenso wie beim gemeinsamen Genießen.
Programmübersicht:
Führung „Kant entdecken“: 12.00 Uhr / 15.00 Uhr
Führung durch das Brauereimuseum: 11.00 Uhr / 14.00 Uhr
Dienstag, 19. Mai 2026, 14.30 Uhr, Eintritt: 9,00 € (inkl. Eintritt, Kaffee, Tee und Gebäck)
The Seen and the Unseen. Holger Trülzsch & Vera Lehndorff
Führung mit dem Kurator Jan Rüttinger im Rahmen der Reihe „Museum Erleben“
Die Führung durch die Sonderausstellung gibt einen Einblick in das Werk und die
Arbeitsweise von Holger Trülzsch und Vera Lehndorff. Das Künstlerduo schuf eine Reihe
von Bodypainting- und Performance-Arbeiten, die heute als bedeutender Beitrag zur
Body Art sowie zur konzeptuellen und skulpturalen Fotografie gelten. Im Zentrum steht
der menschliche Körper als Bildträger und Ort künstlerischer Transformation. Eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder info@ol-lg.de ist erforderlich.
Mittwoch, 20. Mai 2026, 18.30 Uhr, Eintritt: 5,00 €
Habermas – in memoriam
Vortrag von Prof. Dr. Detlef Horster
Der kürzlich im Alter von 96 verstorbene Jürgen Habermas galt als der einflussreichste
Philosoph und Soziologe der Gegenwart und prägte zahlreiche Debatten der
Bundesrepublik. Sein Denken war wesentlich auch von den Ideen der Aufklärung
geprägt; Habermas ging u.a. der Frage nach, warum das von Immanuel Kant
mitentwickelte Modell des öffentlichen Vernunftgebrauchs angesichts der
nationalsozialistischen Verbrechen scheiterte, ohne jedoch wie seine Lehrer Adorno und
Horkheimer die Konzepte von Aufklärung und Fortschritt vorrangig negativ zu
interpretieren. Der bis 2007 in Hannover lehrende Horster ist ein Vertreter des
moralischen Realismus und gilt als einer der führenden Habermas-Experten.
Eine Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung; eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder info@ol-lg.de ist erforderlich.
Donnerstag, 28. Mai 2026, von 15.00 bis 17.00 Uhr, Eintritt frei!
Netze knüpfen
Kinderclub mit Iwona Krüger
Das alte Handwerk des Netze-knüpfens gibt es schon seit Jahrtausenden. Menschen, die
am Wasser lebten, wie im seenreichen Ostpreußen, konnten damit Fische fangen und so
ihre Ernährung und Existenz sichern. In der Dauerausstellung suchen wir nach Ideen für
unsere Netze, die wir auf unsere Art und Weise interpretieren und anschließend
knüpfen wollen.
Jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat findet der kostenlose Museums-
Kinderclub für Schulkinder von 6 bis 12 Jahren statt. Der Einstieg ist mit vorheriger Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de jederzeit möglich.
Donnerstag, 28. Mai 2026 um 18:30 Uhr, Eintritt: 6,00 €
Anneliese Konrat-Stalschus zum 100. Geburtstag
Vortrag von Dr. Jörn Barfod
Zum 100. Geburtstag der noch lebenden, renommierten Textilkünstlerin stellt Dr. Jörn
Barfod ihr Leben und Werk in einem Abendvortrag vor.
Ein breites Spektrum an Techniken und Materialien umfasst das künstlerische Schaffen
von Anneliese Konrat-Staschus. Geboren 1926 im ostpreußischen Goldap, wurde sie
schon als Kind mit den klassischen textilen Techniken vertraut. Nach der Flucht stand sie
zunächst allein im zerstörten Nachkriegsberlin und begann eine Lehrerausbildung.
Nach 30-jähriger Tätigkeit als Lehrerin und ihrem Studium der Bildwirkerei an der
Berliner Hochschule der Künste war sie ab 1979 freischaffende Textilkünstlerin. Von
Tapisserie bis zu selbst entwickelten Bearbeitungsverfahren für Stoffe reicht ihr Werk.
Es zeigt einen großen Ideenreichtum und eine eindringliche Sprache der Themen.
Anneliese Konrat-Stalschus nimmt in vielen Arbeiten Stellung zu politischen Geschehen
und verarbeitet autobiografische Momente. Eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder info@ol-lg.de ist erforderlich.
C) Ausblick Juni 2026
Dienstag, 2. Juni 2026, 14.30 Uhr, Eintritt: 9,00 € (inkl. Eintritt, Kaffee, Tee und Gebäck)
„Wie wir sie fanden“ – die Flüchtlingssuchkartei Kopenhagen-Stade
Vortrag von Dr. Christina Deggim im Rahmen der Reihe „Museum Erleben“
1945 wurde in Dänemark die Flygtningeadministrationens Kartotek aufgebaut, ein
Register der nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs internierten, überwiegend
deutschen, Flüchtlinge in Dänemark. Die Kartei mit über 100 Mitarbeitenden
entwickelte sich bald zu einem innovativen, effektiven und international arbeitenden
Suchdienst, der viele durch Krieg und Flucht auseinandergerissene Familien wieder
vereinigte und half, Schicksale zu klären. Nach Auflösung der dänischen
Internierungslager kam die Kartei mit den letzten deutschen Flüchtlingen 1949 nach
Stade, wo sie mit hochmotivierten Mitarbeitenden unter der Schirmherrschaft des
Dänischen Roten Kreuzes mit großen Erfolgen ihre Arbeit fortsetzte, bis die
Bundesregierung ihre Auflösung beschloss. Mit Billigung des Stader
Regierungspräsidenten arbeitete die Stader Suchkartei zunächst „illegal“ weiter.
Gezeigt wird die Geschichte der Kartei und die unermüdlichen Bemühungen um ihren
Erhalt. Eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder info@ol-lg.de ist erforderlich.
Donnerstag, 4. Juni 2026, 16.00 Uhr, Eintritt frei!
Lüneburg liest!
Mitmach-Lesung mit Julian Press
Begleitend zu der Ausstellung „Der kleine Herr Jakob. Hans Jürgen Press und seine
Bilderwelt“ im Ostpreußischen Landesmuseum in Lüneburg hält sein Sohn Julian Press
eine interaktive Lesung zum Mitraten vor Ort. Als Autor, Illustrator und Künstler
präsentiert er Kriminalgeschichten aus seiner Buchreihe „Finde den Täter“ sowie
spannende Detektivgeschichten und raffinierte, wimmelige Rätselbilder seines Vaters
für junge findige Spürnasen von 7 bis 13 Jahren. Eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder info@ol-lg.de ist erforderlich.
Sonntag, 7. Juni 2026, 14.00 Uhr, 2,50 € (zzgl. Museumseintritt)
Hans Jürgen Press (1926-2022) und seine Bilderwelt
Öffentliche Sonntagsführung mit Julian Press durch die Kabinettausstellung
Julian Press, Buchillustrator und freier Künstler, führt durch die Kabinettausstellung
„Der kleine Herr Jakob. Die Bilderwelt des Hans Jürgen Press“ und gibt Einblicke in das
Leben seines Vaters und seine weitreichende, auch internationale Schaffenskraft in
Wort und Bild. Anhand unveröffentlichte Originalzeichnungen beleuchtet er den
Entstehungsprozess der beliebten Figuren und Bildergeschichten.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de ist erforderlich.
Unsere digitalen Angebote
Wir wollen den Besucherinnen und Besuchern auf digitalem Weg unsere Ausstellungen
und Sammlungen näherbringen. Immer aktuell sind Sie mit unserem Newsletter, der die
neuesten Veranstaltungen listet. Auf unserem YouTube-Kanal werden Videos gezeigt,
in denen für Ostpreußen und das Baltikum wichtige Bücher, Zeitmarken, Highlights
unserer Sammlung oder Ausstellungen vorgestellt werden. Zudem besteht auch die
Möglichkeit, Online-Führungen zu unterschiedlichen Themen zu buchen.
Neuigkeiten und interessante Informationen werden regelmäßig auf unseren Social-
Media-Kanälen Facebook und Instagram gepostet. In unserem „Blog“, dem
Kulturtagebuch, berichten wir über Projekte, Vortragsabende, Tagungen,
Ferienprogramme, Studienreisen, Praktika und besondere Sammlungsstücke. Ein Blick darauf lohnt sich!
Ostpreußisches Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung
Heiligengeiststraße 38, 21335 Lüneburg
Tel. +49 (0)4131 759950
E-Mail: info@ol-lg.de, Internet: http://www.ostpreussisches-landesmuseum.de