Ausstellungen und Veranstaltungen im August 2026

Hashimoto, Vier Weise (c Inoue Enryo Philosophy Center, Toyo Universität, Tokio)

Öffnungszeiten: täglich außer montags 10.00 bis 18.00 Uhr. Das gilt auch für das angrenzende Brauereimuseum Lüneburg.

A) Ausstellungen – August 2026

Das neue Kant-Museum im Ostpreußischen Landesmuseum

Seit März 2026 zeigt das Kant-Museum die erste Dauerausstellung in der
Bundesrepublik Deutschland zu Immanuel Kant, dem revolutionären Denker der
Aufklärung. Einzigartige Objekte zeigen den Menschen Kant; im Zentrum stehen aber
seine Ideen und ihr Einfluss auf unsere heutige Welt.
Die Ausstellung macht seine Philosophie durch Inszenierungen und interaktive
Stationen einem breiten Publikum zugänglich und regt – ganz im Sinne Kants – zum
„Selberdenken” an. Entdecken Sie die Welt des großen Aufklärers aus Königsberg.
Nach einem biographischen Einstieg gliedert sich die Ausstellung in drei große Bereiche:
Erkenntnis, Moral und Politik – immer mit Bezug zur Gegenwart. Wo sind die Grenzen
unserer Erkenntnis und Freiheit im Zeichen von Künstlicher Intelligenz? Bietet der
Kategorische Imperativ Antworten auf die Herausforderungen auch künftiger
Generationen, etwa im Klimawandel? Welche Ideen von Kant haben sich in
Grundgesetz, EU und UNO niedergeschlagen? Immer wieder wird gefragt: Wie wirkt
Kants Denken heute? Wie können wir ihn kritisch weiterdenken? Erkunden Sie die Vielfalt der einzelnen Stationen und wählen Sie Ihren Fokus

  1. April bis 18. Oktober 2026 (Sonderausstellung)
    The Seen and the Unseen.
    Holger Trülzsch & Vera Lehndorff (Veruschka)


    In Kooperation mit Holger Trülzsch, Fotograf und künstlerischer Weggefährte von Vera
    Lehndorff, präsentiert das Ostpreußisches Landesmuseum eine Sonderausstellung
    ausgewählter, als fotografische Performances konzipierte Bodypainting-Fotografien.
    Vera Lehndorff wurde 1939 in Königsberg geboren und wuchs auf Schloss Steinort auf.
    Ihr Vater war als Gutsherr in das Attentat vom 20. Juli 1944 involviert und wurde im
    Herbst desselben Jahres von den Nationalsozialisten hingerichtet. In den 1960er Jahren
    wurde sie als Fotomodell entdeckt und erlangte unter dem Namen „Veruschka“
    internationale Berühmtheit. Mit ihrer Rolle im Film „Blow-Up“ von Michelangelo
    Antonioni etablierte sie sich auch als Schauspielerin. Sie gilt als eine der Ikonen der
    1960er- und 1970er-Jahre und als erstes deutsches Supermodel.
    Zusammen mit Holger Trülzsch schuf sie in den 1970er und 1980er Jahren
    unterschiedliche Foto-Projekte, in deren Mittelpunkt die Inszenierung und künstlerische
    Verfremdung ihres Körpers mittels Bodypainting stand. Sie sind damit frühe Pioniere
    der Kunst der Körperbemalung. Ihre Werke wurden bereits in den renommiertesten
    Museen in den USA und Europa gezeigt, unter anderem in New York, Paris und Mailand.
  1. März bis 6. September 2026 (Kabinettausstellung)
    Der kleine Herr Jakob. Die Bilderwelten des Hans Jürgen Press

    In dieser Kabinettausstellung würdigt das Ostpreußische Landesmuseum den
    Karikaturisten, Illustrator und Kinderbuchautor Hans-Jürgen Press, der in diesem Jahr
    100 Jahre alt geworden wäre.
    Hans-Jürgen Press wurde in Klein Konopken in Masuren geboren. Ab 1953 arbeitet er
    für das „Sternchen“, die Kinderbeilage des „Stern“. Dort veröffentlichte er zunächst
    Suchbilder, Spiel- und Basteltipps sowie kleine Experimente und naturkundliche
    Beiträge. Große Bekanntheit erlangten „Die Abenteuer der ,schwarzen Hand´“ –
    Fortsetzungsgeschichten mit Text-Bild-Rätseln – und der „Kleine Herr Jakob“, eine
    Comicfigur mit Schnauzbart und Melone, die zunächst wortlos, später mit gereimtem
    Text alltägliche Abenteuer erlebte. Press gilt als einer der Wegbereiter der
    Wimmelbilder. Seine zahlreichen Werke wurden in über 60 Sprachen übersetzt.
    Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Sohn des Künstlers, Julian Press. Noch
    nie gezeigte Originalzeichnungen zeigen den Entstehungsprozess der beliebten Figuren und Reihen. Sie werden durch eine Vielzahl von gedruckten Werken ergänzt.

B) Veranstaltungen – August 2026

Sonntag, 2. August 2026, 14.00 Uhr, 2,50 € (zzgl. Museumseintritt)
Kant verstehen

Öffentliche Sonntagsführung mit Katja Eichhorn.
Die Führung durch das Kant-Museum stellt die philosophischen Werke Kants vor. Im
Mittelpunkt stehen Kants Schrift zum ewigen Frieden, seine Erkenntnistheorie und die
Moral. Seine zentralen Ideen von Aufklärung, Vernunft und Frieden sind bis heute
relevant. Anhand der Architektur der Erkenntnis und weiterer Exponate des Museums
werden seine philosophischen Ideen erläutert.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, und eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de ist erforderlich.


Dienstag, 4. August 2026, 14.30 Uhr, Eintritt 10 € (inkl. Kaffee, Tee und Gebäck)
Alltag in Ostpreußen – Eine Führung zu den ethnografischen Schätzen des
Ostpreußischen Landesmuseums


Führung von Hannah Janowitz im Rahmen der Reihe „Museum Erleben“

Hannah Janowitz beleuchtet bei ihrer Führung durch das Museum die kleinen Dinge des
täglichen Lebens in Ostpreußen: Wie sah der Alltag der Menschen in Ostpreußen aus?
Wodurch wurde die Region besonders geprägt? Und was machten eigentlich
Krähenbeißer?

Eine Anmeldung unter 04131 759950 oder info@ol-lg.de ist erforderlich.

Dienstag, 11. August 2026, 9 bis 13 Uhr, Kosten: 6 €

Die Abenteuer der „schwarzen hand“: Wo hat sich Ingo versteckt?

Sommerferientag für Kinder von 6 bis 12 Jahren mit Katja Eichhorn

„Die Abenteuer der ,schwarzen hand´“ ist ein Kinderbuchklassiker von Hans Jürgen
Press. Wie in Press spannenden Geschichten mit Text-Bild-Rätseln, werden die Kinder
selbst zu Detektiven und suchen unser verschwundenes Museumsmaskottchen, den
Fischotter Ingo. Anschließend können eigene Rätselbilder gestaltet werden.
Die Teilnahmezahl ist auf 10 Personen begrenzt und eine Anmeldung unter 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de ist erforderlich.

Donnerstag, 13. August 2026, 15 bis 17 Uhr, Eintritt frei!

Die Sonne in der Kunst

Kinderclub für Kinder von 6 bis 12 Jahren mit Joanna Margner

Das besondere Licht an der Kurischen Nehrung hat viele Maler fasziniert. In der
Künstlerkolonie von Nidden sind wunderschöne Bilder ostpreußischer Landschaften
entstanden. In der Kunstabteilung des Museums können die Kinder entdecken, wie
dieses Licht auf den Bildern eingefangen wurde. Anschließend gestalten sie eigene
strahlende Sonnenbilder mit Gouache und Aquarell im Atelier.
Eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de ist erforderlich.


Dienstag, 18. August 2026, 14.30 Uhr, Eintritt 10 € (inkl. Kaffee, Tee und Gebäck)

Bildung als Chance: Vom Flüchtlingskind aus Schlesien zum Schuldirektor in
Lüneburg


Vortrag von Dr. Gerhard Scharf im Rahmen der Reihe „Museum Erleben“

Dr. Gerhard Scharf berichtet von seinem Leben, das stark durch die mögliche aber auch
schwierige Wahrnehmung von Bildungsoptionen für das schlesische Flüchtlingskind
geprägt war: Vom ersparten Schulbesuch, der weiterführenden Schule und der
Entscheidung, selbst den Lehrberuf zu ergreifen. Er erzählt über seine Zeit als Student
und als Referendar und über eine neue Perspektive auf die Bildungspolitik als
Lüneburger Schulleiter, Dezernent und Kommunalpolitiker. Eine Anmeldung unter 04131 759950 oder info@ol-lg.de ist erforderlich.

Mittwoch, 19. August 2026, 15 Uhr, Eintritt 10 € (inkl. Kaffee, Tee und Gebäck)

Reiseland Ostpreußen – Museumsführung für Menschen mit und ohne Demenz
mit Taalke Schmidt
Ostpreußen entwickelte sich über viele Jahre zu einem der gefragtesten Reiseziele. Im
Mittelpunkt stehen die persönliche Wahrnehmungen und Reiseerinnerungen der
Teilnehmenden.
Diese interaktive Museumsführung findet ihren Abschluss in gemütlicher Runde bei
Kaffee, Tee und Gebäck, wo über das Erlebte gesprochen werden kann. Maximal 6
Paare / 12 Personen können teilnehmen. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit
der Alzheimer Gesellschaft Lüneburg e.V. statt.
Eine Anmeldung unter 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de erforderlich.

Donnerstag, 20. August 2026, 18.30 Uhr, Eintritt 6 €
Buddha, Konfuzius, Sokrates und Kant. Die Weltweisen im Garten der
Philosophie

Vortrag von Prof. Rainer Schulzer, Toyo-Universität, Tokio

Immanuel Kant gilt als wichtigster Exponent der europäischen Aufklärung. Doch wie
erlangte er im späten 19. Jahrhundert in Japan neben Buddha, Konfuzius und Sokrates
den Rang eines Weltweisen?
Professor Rainer Schulzer von der Toyo-Universität in Tokio beleuchtet in seinem
Vortrag die faszinierende Geschichte der frühen Kant-Rezeption in Japan. Im Zentrum
steht der Philosoph Inoue Enryō (1858–1919), der im Jahr 1895 bei dem Künstler Gahō
Hashimoto die heute in Kopie im Kant-Museum Lüneburg ausgestellte Bildrolle in
Auftrag gab.

Nach der Jahrhundertwende schuf Inoue Enryō seinen ‚Vier Weisen‘ in Gestalt des
Tempelgartens der Philosophie einen noch heute in Tokio zu besichtigenden Ort der
Andacht.
Der bebilderte Vortrag wird anhand kunst- und rezeptionsgeschichtlicher Episoden
Kants Weg in den Garten der Philosophie nachzeichnen und die Hintergründe
aufklären, die Kant Eingang in den erlesenen Kreis der vor rund 2500 Jahren die
indische, chinesische und europäische Zivilisation prägenden Denker verschaffte. Eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder info@ol-lg.de ist erforderlich.

Dienstag, 25. August 2026, 19.30 Uhr, Eintritt 10 €
„Coexistence“
Dokumentarfilm, IL/RU 2025, R: Ariel Litvin, 75 min, Originalversion mit
deutschen Untertiteln

Filmvorführung in der Reihe „Nordöstliche Spuren im Kino“ im Programmkino Scala,
Apothekenstr. 17, 21335 Lüneburg
Königsberg, das einstige Zentrum Ostpreußens, erhielt nach dem Zweiten Weltkrieg
den russischen Namen Kaliningrad und wurde Teil der Sowjetunion. Heute ist die Stadt
eine russische Exklave mit Grenzen zu Polen und Litauen. Nach 1945 mussten hier
verbliebene Ostpreußinnen und Ostpreußen mit neu angesiedelten Menschen aus
anderen Regionen der UdSSR Tür an Tür leben – verbunden durch ihre
Verlusterfahrungen, entzweit durch gegenseitigen Argwohn. Die Dokumentation von
Ariel Litvin zeichnet durch Interviews, Archivmaterial und nachgestellte Szenen das
komplexe Geflecht dieser Begegnungen nach. Der Regisseur, der 1976 als Andrey
Proskuryakov in Russland geboren wurde, lebt heute unter seinem neuen Namen in
Israel und arbeitet dort als Journalist, Dokumentarfilmer und Fernsehregisseur.
Vor dem Film führt der Journalist und Publizist Bert Hoppe in den historischen Kontext
sowie in die aktuelle Situation in Kaliningrad ein. Im Anschluss findet ein Filmgespräch mit ihm statt.

Donnerstag, 27. August 2026, 15 bis 17 Uhr, Eintritt frei!
Tiere aus Pompons
Kinderclub für Kinder von 6 bis 12 Jahren mit Iwona Krüger
Die vielfältige Tierwelt Ostpreußens steckt voller spannender Entdeckungen. Bei diesem
Programm können die Kinder in der Tierabteilung des Museums viele von den Tierarten
Ostpreußens aus nächster Nähe bestaunen. Im Anschluss wird es kreativ: Mit bunten
Pompons aus Wolle, weichem Schaumstoff und anderen Materialien werden
einzigartige Tiere gebastelt. Eine Anmeldung unter 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de ist erforderlich.


C) Ausblick September 2026

Dienstag, 1. September 2026, 14.30 Uhr, Eintritt 10 € (inkl. Kaffee, Tee und Gebäck)
Die Trakehner Pferde in der Kunst
Vortrag von Katja Eichhorn im Rahmen der Reihe „Museum Erleben“
In diesem Museum Erleben widmet sich Katja Eichhorn den Darstellungen der
Trakehner Pferde in der Kunst. Historische Hauptbeschäler aus Trakehnen wurden als
Symbole für Adel und Leistung von akademischen Malern auf Gemälden verewigt und
in Bronze gegossen, wie der berühmte Tempelhüter. Katja Eichhorn zeigt in ihrem
Vortrag, wie die Rasse seit 200 Jahren bis heute Künstler inspiriert.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, und eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder info@ol-lg.de ist erforderlich.

Sonntag, 6. September 2026, 14.00 Uhr, 2,50 € (zzgl. Museumseintritt)
Die Geschichte des Bierbrauens
Öffentliche Sonntagsführung mit Rainer Proschko
In dieser Sonntagsführung tauchen die Teilnehmenden in die Welt des Bierbrauens ein
und erkunden das Brauereimuseum. Rainer Proschko, Ehrenamtlicher und
Verantwortlicher des Brauereimuseums, präsentiert Ihnen die Geschichte des Bieres und
Brauens in der Hansestadt Lüneburg, mit besonderem Schwerpunkt auf der Lüneburger
Kronenbrauerei. In deren historischem Sudhaus, in dem heute das Brauereimuseum
untergebracht ist, können alle wichtigen Prozesse des Brauens und die damit
verbundene kulturgeschichtliche Bedeutung erfasst werden.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de erforderlich.

Unsere digitalen Angebote

Wir wollen den Besucherinnen und Besuchern auf digitalem Weg unsere Ausstellungen
und Sammlungen näherbringen. Immer aktuell sind Sie mit unserem Newsletter, der die
neuesten Veranstaltungen listet. Auf unserem YouTube-Kanal werden Videos gezeigt,
in denen für Ostpreußen und das Baltikum wichtige Bücher, Zeitmarken, Highlights
unserer Sammlung oder Ausstellungen vorgestellt werden. Zudem besteht auch die
Möglichkeit, Online-Führungen zu unterschiedlichen Themen zu buchen.
Neuigkeiten und interessante Informationen werden regelmäßig auf unseren Social-
Media-Kanälen Facebook und Instagram gepostet. In unserem „Blog“, dem
Kulturtagebuch, berichten wir über Projekte, Vortragsabende, Tagungen,
Ferienprogramme, Studienreisen, Praktika und besondere Sammlungsstücke. Ein Blick darauf lohnt sich!


Ostpreußisches Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung
Heiligengeiststraße 38, 21335 Lüneburg
Tel. +49 (0)4131 759950
E-Mail: info@ol-lg.de, Internet: http://www.ostpreussisches-landesmuseum.de