Ausstellungen und Veranstaltungen im November 2026

Kant-Museum (c Ol)

Öffnungszeiten: täglich außer montags 10 bis 18 Uhr. Das gilt auch für das angrenzende Brauereimuseum Lüneburg.

A) Ausstellungen – November 2026

Das neue Kant-Museum im Ostpreußischen Landesmuseum

Seit März 2026 zeigt das Kant-Museum die erste Dauerausstellung in der Bundesrepublik Deutschland zu Immanuel Kant, dem revolutionären Denker der Aufklärung. Einzigartige Objekte zeigen den Menschen Kant; im Zentrum stehen aber seine Ideen und ihr Einfluss auf unsere heutige Welt.

Die Ausstellung macht seine Philosophie durch Inszenierungen und interaktive Stationen einem breiten Publikum zugänglich und regt – ganz im Sinne Kants – zum „Selberdenken” an. Entdecken Sie die Welt des großen Aufklärers aus Königsberg.

Nach einem biographischen Einstieg gliedert sich die Ausstellung in drei große Bereiche: Erkenntnis, Moral und Politik – immer mit Bezug zur Gegenwart. Wo sind die Grenzen unserer Erkenntnis und Freiheit im Zeichen von Künstlicher Intelligenz? Bietet der Kategorische Imperativ Antworten auf die Herausforderungen auch künftiger Generationen, etwa im Klimawandel? Welche Ideen von Kant haben sich in Grundgesetz, EU und UNO niedergeschlagen? Immer wieder wird gefragt: Wie wirkt Kants Denken heute? Wie können wir ihn kritisch weiterdenken? Erkunden Sie die Vielfalt der einzelnen Stationen und wählen Sie Ihren Fokus

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25. April bis 18. Oktober 2026 (Sonderausstellung)
The Seen and the Unseen.
Holger Trülzsch & Vera Lehndorff (Veruschka)

In Kooperation mit Holger Trülzsch, Fotograf und künstlerischer Weggefährte von Vera Lehndorff, präsentiert das Ostpreußisches Landesmuseum eine Sonderausstellung ausgewählter, als fotografische Performances konzipierte Bodypainting-Fotografien.

Vera Lehndorff wurde 1939 in Königsberg geboren und wuchs auf Schloss Steinort auf. Ihr Vater war als Gutsherr in das Attentat vom 20. Juli 1944 involviert und wurde im Herbst desselben Jahres von den Nationalsozialisten hingerichtet. In den 1960er Jahren wurde sie als Fotomodell entdeckt und erlangte unter dem Namen „Veruschka“ internationale Berühmtheit. Mit ihrer Rolle im Film „Blow-Up“ von Michelangelo Antonioni etablierte sie sich auch als Schauspielerin. Sie gilt als eine der Ikonen der 1960er und 1970er Jahre und als erstes deutsches Supermodel.

Zusammen mit Holger Trülzsch schuf sie in den 1970er und 1980er Jahren unterschiedliche Foto-Projekte, in deren Mittelpunkt die Inszenierung und künstlerische Verfremdung ihres Körpers mittels Bodypainting stand. Sie sind damit frühe Pioniere der Kunst der Körperbemalung. Ihre Werke wurden bereits in den renommiertesten Museen in den USA und Europa gezeigt, unter anderem in New York, Paris und Mailand.

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26. September 2026 bis 28. Februar 2027 (Kabinettausstellung)
„Der Tod ist ständig unter uns“

Die Deportationen nach Riga und der Holocaust im deutsch besetzten Lettland

Zwischen dem 27. November 1941 und dem 26. Oktober 1942 ließ das Reichssicherheitshauptamt etwa 25.000 jüdische Frauen, Männer und Kinder aus deutschen Städten sowie Wien und dem Ghetto Theresienstadt nach Riga deportieren. Nur etwa 1.080 Menschen dieser Transporte überlebten Riga und nachfolgende Orte nationalsozialistischer Massenverbrechen. Die Präsentation bettet den Tat- und Erinnerungsort Riga in die Geschichte der Deportationen, die deutsche Besatzungspolitik im „Reichskommissariat Ostland“ und die Geschichte des Holocausts im deutsch besetzten Lettland ein. Sie schließt mit einem Blick auf die Nachkriegsgeschichte in Lettland und Deutschland und legt dort den Fokus auf das Weiterleben von Überlebenden, das Aufarbeiten der NS-Verbrechen und das Erinnern an die Opfer.

Eine Ausstellung der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen. Es liegt ein gleichnamiger, deutsch-lettischer Begleitkatalog vor.

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28. November 2026 bis 4. April 2027 (Sonderausstellung)
„Siegfried Lenz und Volkwin Marg. Zwei Ostpreußen in Hamburg“.

Ausstellung zum 100. Geburtstag von Siegfried Lenz und zum 90. Geburtstag von Volkwin Marg

Ausstellungseröffnung am Freitag, 27.11.2026 um 18.30 Uhr, Eintritt frei!

Anmeldung erforderlich unter Tel. 04131 759950 oder info@ol-lg.de

Zwei Persönlichkeiten, zwei außergewöhnliche Lebenswege, eine gemeinsame Herkunft: Der Schriftsteller Siegfried Lenz (1926–2014) und der Architekt Volkwin Marg (geb. 1936) wurden in Ostpreußen geboren und fanden nach dem Zweiten Weltkrieg in Hamburg eine neue Heimat. Von hier aus begannen ihre herausragenden Karrieren. Siegfried Lenz, geboren in Lyck (heute Ełk in Polen), gehört zu den bedeutenden deutschen Schriftstellern der Nachkriegszeit. In Werken wie Deutschstunde, So zärtlich war Suleyken und Heimatmuseum setzte er sich mit Erinnerung, Schuld, Pflicht und Heimat auseinander.

Volkwin Marg, geboren in Königsberg (heute Kaliningrad in Russland), gründete 1965 gemeinsam mit Meinhard von Gerkan das renommierte Architekturbüro gmp. Seine Bauwerke prägen bis heute das Gesicht vieler Städte weltweit und stehen für eine Architektur, die Funktionalität mit kulturellem Anspruch und gesellschaftlichem Verantwortungsbewusstsein verbindet. Die Ausstellung verbindet Literatur, Architektur und Zeitgeschichte und erzählt von Heimatverlust, Neubeginn und kultureller Gestaltung. Zugleich greift sie Fragen auf, die bis heute aktuell sind: Was bedeutet Heimat? Wie prägt Herkunft unsere Identität? Und welche gesellschaftliche Verantwortung übernehmen Literatur und Architektur?

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B) Veranstaltungen – November 2026

Sonntag, 1. November 2026, 14 Uhr, Kosten 2,50 € + Museumseintritt

„Der Tod ist ständig unter uns“

Führung mit Dr. Eike Eckert

Die Kabinettausstellung bettet den Tat- und Erinnerungsort Riga in die Geschichte der Deportationen, die deutsche Besatzungspolitik im „Reichskommissariat Ostland“ und die Geschichte des Holocaust im deutsch besetzten Lettland ein. Sie schließt mit einem Blick auf die Nachkriegsgeschichte in Lettland und Deutschland und legt dort den Fokus auf das Weiterleben von Überlebenden, das Aufarbeiten der NS-Verbrechen und das Erinnern an die Opfer.

Anmeldung erforderlich unter Tel. 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de

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Dienstag, 3. November 2026, 14.30 Uhr, Eintritt 10 € (inkl. Kaffee, Tee und Gebäck)

Unruhige Zeiten in Preußen – Reformation und Bauernaufstand 1525

Führung mit Dr. Jörn Barfod im Rahmen der Reihe „Museum Erleben“

Anfang der 1520er Jahre gelangten Gedanken und Vertreter der Reformation aus Wittenberg auch nach Preußen. Zugleich kam die Kunde vom Bauernkrieg im Reich. Die damit verbundenen Freiheitsideen wurden aufgegriffen und führten zu Unruhen in Stadt und Land. Es ging gegen bedrückende Herrschaft der geistlichen und weltlichen Obrigkeiten. Doch der Aufstand endete bald ohne die erhoffte Befreiung. Und die Reformation des Glaubens wurde auch in neue, strenge Ordnungsbahnen gelenkt. Die Führung erinnert an diese selten behandelten Themen.

Anmeldung erforderlich unter Tel. 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de

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Samstag & Sonntag, 7. & 8. November 2026, 10 bis 18 Uhr

Eintritt 3 €(inkl. Besuch der Dauerausstellung und Kant-Museum)

Museumsmarkt: Tradition trifft Modernes

Die lebendige Präsentation von traditionellem Handwerk und modernem Design lockt in diesem Jahr am zweiten Novemberwochenende wieder auf den beliebten Museumsmarkt des Ostpreußischen Landesmuseums mit Deutschbaltischer Abteilung und Kant-Museum. Der Markt ist bekannt für Originelles und Köstliches wie edler Bernstein, Schmuck, leckeres Königsberger Marzipan und vieles mehr. Kunsthandwerkerstände sind in der gesamten Dauerausstellung zwischen historischen Museumsobjekten verteilt. In gemütlich-sinnlicher Atmosphäre können besondere Geschenke und auch schon Adventliches gekauft werden: Exklusives, aber auch Brauchbares und Schönes für den kleinen Geldbeutel.

Die Lüneburger Soroptimisten engagieren sich wieder mit einer Tombola für einen guten Zweck und unseren Museums-Kinderclub. Das Kinderprogramm lädt zum Mitmachen ein. Die Kinder können Bernstein schleifen, Filzen, Holzelche bemalen oder die Technik des Bändchen-Webens erlernen.
Für den kleinen Hunger zwischendurch bietet das MuseumsCafé Bernstein eine große Auswahl.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die früher übliche Markteröffnung am Freitagabend entfällt.

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Donnerstag, 12. November 2026, 18.30 Uhr, Eintritt 5 € (Schüler, Studenten kostenlos)

Blitzlicht 1:- Moses Mendelssohns Esperanto der Vernunft und die Grammatik des Judentums

Vortrag und Gespräch mit Prof. Dr. Daniel Krochmalnik

In seiner programmatischen Schrift “Jerusalem oder über religiöse Macht und Judentum” (Berlin 1783) entwickelt der jüdische Aufklärer Moses Medenlssohn ein originelles theologisch-politisches Konzept, dass die bürgerliche Emanzipation der Juden mit der Konservierung des jüdischen Gesetzes verbindet.

Prof. Daniel Krochmalnik ist Judaist, Religionspädagoge und Philosoph. Er lehrte Jüdische Religion und Philosophie an der School of Jewish Theology der Universität Potsdam sowie an der Hochschule Heidelberg.

Die Blitzlichtvorträge sind Teil der Reihe „Gibt es Hoffnung auf Hoffnung?“, eine Kooperation mit dem Theater Lüneburg und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Lüneburg e.V.

Anmeldung erforderlich unter Tel. 04131 759950 oder info@ol-lg.de

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Donnerstag, 12. November 2026, 15 bis 17 Uhr, Eintritt frei!

Perlenketten

Kinderclub für Kinder von 6 bis 12 Jahren mit Iwona Krüger

Bei diesem Programm lernen die Kinder, welche Symbolik sich hinter diesem Schmuck verbirgt und mit welchem Brauchtum er früher in Ostpreußen verbunden war. Im Atelier wird es bunt und kreativ: Die Kinder fädeln ihre eigenen Perlenketten und gestalten dazu einen besonderen Anhänger, der ihre Kette zu einem kleinen Schatz macht.

Anmeldung erforderlich unter Tel. 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de

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Dienstag, 17. November 2026, 14.30 Uhr, Eintritt 10 € (inkl. Kaffee, Tee und Gebäck)

Neue Einblicke in ein ostpreußisches Meisterwerk: Das Gemälde „General Yorck von Wartenburg vor den ostpreußischen Ständen“ von Otto Brausewetter

Vortrag von Jan Rüttinger M.A. im Rahmen der Reihe „Museum Erleben“

1888 wird von dem ostpreußischen Maler Otto Brausewetter sein Meisterwerk vollendet, das monumentale Gemälde „Ansprache des Generals Yorck von Wartenburg an die ostpreußischen Stände in Königsberg am 05.02.1813“. Es zeigt einen zentralen Moment der späteren „Befreiungskriege“ gegen Napoleon. Es entstand im sogenannten „Dreikaiserjahr“, einer Phase tiefgreifender politischer Zäsuren im Deutschen Reich und traf den Nerv der Zeit, denn es lieferte die visuelle Begründung für einen wichtigen preußischen Mythos. Bis 1945 hing das Gemälde im Ständehaus bzw. der Provinzial-Verwaltung in Königsberg, es überstand den Krieg aber nicht.

Im Zentrum des Vortrags steht aber vor allem eine spektakuläre Neuerwerbung: das originale Entwurfsmodell zu Brausewetters verlorenen Monumentalgemälde. Dieses kleinformatige Werk überlebte die Kriegswirren und wurde in diesem Jahr dem Museum übereignet. Der Vortrag beleuchtet das Oeuvre Brausewetters sowie die Bedeutung des Gemäldes darin sowie die neuen Erkenntnisse, die sich aus der Neuentdeckung dieses Originalzeugnisses ergeben.

Anmeldung erforderlich unter Tel. 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de

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Mittwoch, 18. November 2026, 15 Uhr, Eintritt 10 € (inkl. Kaffee, Tee und Gebäck)

Die Wälder Ostpreußens

Museumsführung für Menschen mit und ohne Demenz mit Taalke Schmidt

Ostpreußen war vor allem bekannt für seine großen und dichten Wälder. Mit den Teilnehmern wird über ihre eigenen Wahrnehmungen und Erinnerungen gesprochen.

Diese interaktive Museumsführung findet ihren Abschluss in gemütlicher Runde bei Kaffee, Tee und Gebäck, wo über das Erlebte gesprochen werden kann. Maximal 6 Paare / 12 Personen können teilnehmen. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Alzheimer Gesellschaft Lüneburg e.V. statt.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung erforderlich unter 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de.

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Mittwoch, 18. November 2026, 18.30 Uhr, Eintritt 8 €

„Elsas Welt“

Lesung und Gespräch mit Dr. Andreas Kossert

Moderation Ulla Lachauer

In seinem bislang persönlichsten Buch folgt der Historiker und Bestsellerautor Andreas Kossert den Spuren seiner Großmutter Elsa ins polnische Lodz – in eine Stadt, die für seine deutschen Vorfahren einst das „Gelobte Land“ war. Kossert erzählt die Geschichte seiner Familie vom Aufbruch der Kolonisten im 18. Jahrhundert über den rasanten Aufstieg zur Textilmetropole bis zu Elsas Alltag unter deutscher Besatzung im Zweiten Weltkrieg, geprägt von Terror und Vernichtung. Nach Kriegsende erlebte sie Vertreibung, Lagerhaft und am Ende den Verlust ihrer Heimat.

Am Beispiel seiner Großmutter zeichnet er ein intimes Familienporträt, und wie nebenbei entsteht vor unseren Augen ein umfassendes Panorama der Geschichte Mitteleuropas, erzählt mit spürbarer Kraft und Sensibilität. Elsas Leben zwischen Hoffnung und Verlust jenseits nationaler Eindeutigkeiten steht beispielhaft für das europäische Drama von Nationalismus, Krieg und Vertreibung – und könnte damit kaum aktueller sein.

Anmeldung erforderlich unter Tel. 04131 759950 oder info@ol-lg.de

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Samstag, 21. November, 14 bis 17 Uhr

Gebühr (inkl. Material): Erwachsene 20 € und Kinder 10 €

Familiennachmittag: Buchbinden

Für Anfänger und Fortgeschrittene

Das Handwerk des Buchbindens hat eine lange historische Tradition. Es entstand im Mittelalter, als Mönche handgeschriebene Texte schützend zusammenbanden. Daraus entwickelte sich später ein eigenes Handwerk, das Bücher haltbar machte und ihnen ein individuelles Aussehen gab.

An diesem Familiennachmittag gibt es tolle Inspirationen für eigene selbstgebundene Hefte. Neben Grundanleitungen fürs Buchbinden liefert Joanna Margner auch reichlich praktisches Wissen und ausführliche Informationen. Gemeinsam können Groß und Klein das Falzen und Binden der Seiten kennenlernen und ausprobieren. Mit Freude und Genuss können die selbstgebunden Hefte abschließend frei nach eigenen Ideen gestaltet werden.

Die Plätze sind begrenzt und eine Anmeldung ist erforderlich unter 04131 759950 oder
unter bildung@ol-lg.de.

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Dienstag, 24. November 2026 um 19.30 Uhr, Eintritt 10 €

„Panzerkreuzer Potemkin“ von Sergej Eisenstein (1925)

Filmvorführung in der Reihe „Nordöstliche Spuren im Kino“ im Programmkino Scala, Apothekenstraße 17, 21335 Lüneburg

Einführung: Dr. Daniel Kulle, Universität Hamburg

Der Stummfilm spielt im Zarenreich des Jahres 1905 und setzt die Ereignisse der Russischen Revolution filmisch um. Historischer Hintergrund sind die sozialen Unruhen und Proteste, die ganz Russland infolge des verlorenen Krieges gegen Japan erschütterten. Die Handlung spielt auf dem vor Odessa ankernden russischen Kriegsschiff Panzerkreuzer Potemkin. Dort wird die dramatische Essensknappheit zum auslösenden Faktor für eine Meuterei der Matrosen.

„Panzerkreuzer Potemkin“ ist ein staatliches Auftragswerk, das 20 Jahre nach der Meuterei von Regisseur Sergej Eisenstein umgesetzt wurde. Der Film wurde offen als propagandistischer Tendenzfilm produziert und beworben. Bei allen Schauspielern handelt es sich um Laiendarsteller, die Eisenstein stellvertretend für die unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen einsetzte.

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Donnerstag, 26. November 2026, 15 bis 17 Uhr, Eintritt 6 €

Zauberhafte Weihnachtsanhänger

Kinderclub für Kinder von 6 bis 12 Jahren mit Joanna Margner

Bei diesem Kinderclub entdecken die Kinder, wie aus Papier und Wasser zauberhafte Weihnachtsfiguren entstehen. Mit bunten Farben, Glitzer und winterlichen Mustern verwandeln die Kinder ihre Anhänger in strahlende Weihnachtsdekoration. Ganz nebenbei lernen sie, wie Pappmaché entsteht, warum es so gut formbar ist und wie man daraus stabile Kunstwerke macht.

Anmeldung erforderlich unter 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de

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C) Ausblick Dezember 2026

Mittwoch, 1. Dezember 2026, 14.30 Uhr, Eintritt 10 € (inkl. Kaffee, Tee und Gebäck)

Die Deportation der Lüneburger Juden

Vortrag von Anneke de Rudder M.A. im Rahmen der Reihe „Museum Erleben“

Auch aus Lüneburg wurden vier Menschen jüdischer Herkunft nach Riga deportiert: Lucie Behr-Baden, Sally Baden, Sonia Lengel und Toni Hesse geb. Lengel. Die Historikerin Anneke de Rudder berichtet über ihr Schicksal und ihre Familien. Davon ausgehend erzählt sie uns etwas über die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Lüneburg, besonders in den Jahren der nationalsozialistischen Verfolgung.

Anmeldung erforderlich unter Tel. 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de

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Donnerstag, 3. Dezember 2026, 18.30 Uhr, Eintritt 5 € (Schüler, Studenten kostenlos)

Hannah Arendt. Denkerin für das 21. Jahrhundert

Vortrag von Thomas Meyer, Ludwig Maximilian Universität München

Moderation Cosima Schmitt

Hannah Arendts Denken ist im 21. Jahrhundert besonders aktuell, weil sie zentrale Probleme moderner Gesellschaften untersucht hat, die heute erneut sichtbar werden: den Zerfall gemeinsamer Wirklichkeit, politische Radikalisierung, Einsamkeit, sowie die Frage, wie Menschen unter schwierigen Bedingungen politisch verantwortlich handeln können. Hannah Arendt geht der Frage nach, wie der Verlust stabiler Institutionen und wirkmächtige ideologische Weltbilder autoritäre Bewegungen begünstigen können. Freiheit entsteht für sie dort, wo Menschen gemeinsam sprechen, handeln und etwas Neues beginnen. Demokratie hängt nach Arendt nicht allein von Gesetzen und Institutionen ab, sondern auch davon, ob Menschen selbständig urteilen, Verantwortung übernehmen und miteinander eine gemeinsame politische Wirklichkeit aufrechterhalten.

Eine Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung und dem Lüneburger Forum für Politik und Kultur.

Anmeldung erforderlich unter Tel. 04131 759950 oder info@ol-lg.de

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Unsere digitalen Angebote

Wir wollen den Besucherinnen und Besuchern auf digitalem Weg unsere Ausstellungen und Sammlungen näherbringen. Immer aktuell sind Sie mit unserem Newsletter, der die neuesten Veranstaltungen listet. Auf unserem YouTube-Kanal werden Videos gezeigt, in denen für Ostpreußen und das Baltikum wichtige Bücher, Zeitmarken, Highlights unserer Sammlung oder Ausstellungen vorgestellt werden. Zudem besteht auch die Möglichkeit, Online-Führungen zu unterschiedlichen Themen zu buchen.

Neuigkeiten und interessante Informationen werden regelmäßig auf unseren Social-Media-Kanälen Facebook und Instagram gepostet. In unserem „Blog“, dem Kulturtagebuch, berichten wir über Projekte, Vortragsabende, Tagungen, Ferienprogramme, Studienreisen, Praktika und besondere Sammlungsstücke.

Ein Blick darauf lohnt sich!

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i.A. Lucia Rohmann, Assistenz der Direktion

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Ostpreußisches Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung, Kant Museum, Brauereimuseum
Heiligengeiststraße 38, D-21335 Lüneburg

T.  (+49) 04131 75995-10
T.  (+49) 04131 75995-0
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