Felix Dahn und “Ein Kampf um Rom”

Felix Dahn, um 1889 (Bildlizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International license)

Felix Dahn (9. 2. 1834 – 3. 1. 1912), Jurist, Historiker und Romanautor, kam vor über 190 Jahren in Hamburg als Sohn einer Schauspielerfamilie zur Welt, ist also kein geborener, sondern allenfalls ein gelernter Ostpreuße. Nach dem Abitur absolvierte er ein juristisches Studium in München und Berlin. 1859 heiratete er Therese von Droste-Hülshoff, Nichte der westfälischen Dichterin Anette von Droste-Hülshoff. Geheiratet wurde in der Tragheimer Kirche in Königsberg, wo auch schon Richard Wagner getraut worden war. 1862 wurde er Privatdozent für Rechtsgeschichte an der Universität München, erhielt 1863 einen Ruf nach Würzburg und die Professur, 1872 einen Ruf nach Königsberg auf einen Lehrstuhl in der juritstischen Fakultät mit Schwerpunkt Handelsrecht sowie germanisches und deutsches Recht. Parallel zu dieser wissenschaftlichen Karriere war er Mitglied von Dichtergesellschaften wie z. B. dem „Krokodil“ in München und dem „Tunnel über der Spree“in Berlinn sowie in Königsberg dem “Literarischen Kränzchen”.

Um Geld zu verdienen, verfasste Dahn vielfältige literarische und poetische Texte und wurde einer der Hausautoren der Zeitschrift “Die Gartenlaube”. Er schrieb wissenschaftliche Werke, Schauspiele, Dramen und vollendete in Königsberg insbesondere den populären Roman „Ein Kampf um Rom“ (1876), dem letzten großen Beispiel für die geschichtlichen Romane des 19. Jhs., dem erfolgreichsten historischen Roman in deutscher Sprache aller Zeiten und dem einzigsten Buch, von dem Bismarck behauptete, es zwei Mal gelesen zu haben. Bis zum 1.Weltkrieg erlebte das Buch 110 Auflagen und die Gesamtauflage dürfte inzwischen bei über 2 Mio Exemplaren liegen.

1888 erhielt Felix Dahn einen Ruf nach Breslau, wo er auch starb und auf dem Friedhof der Breslauer Maria-Magdalenen-Gemeinde begraben wurde.