Dr. Gertrud Dorka starb vor 50 Jahren

Völkerkundemuseum Berlin 2006 )gemeinfrei)

Gertrud Dorka (19. 3. 1893 – 14. 2. 1976), geboren als Tochter eines Lehrers, der 1890 – 1900  in Orlau und danach in Neidenburg unterrichtete, an die sich vermutlich nur wenige erinnern, leitete von 1947 bis 1958 als Direktorin das Museum für Vor- und Frühgeschichte in Berlin und rettete in dieser Zeit viele Objekte aus dem kriegszerstörten    Völkerkundemuseum. Sie erwarb die Lehrbefähigung 1914. Von 1930 bis 1936 absolvierte sie zusätzlich ein Studium der Anthropologie, der historischen Geographie und der Prähistorie und promovierte 1936 in Kiel. Vom 1. 10. 1914 bis 31. 8. 1947 war sie wissenschaftliche Lehrerin an verschiedenen Schulen des Bezirks Pankow von Berlin. Als man 1947 daran ging, die im Schutt des Museums für Vor- und Frühgeschichte in der Stresemannstrasse gelandeten Schätze des Museums zu bergen, wurde Dr. Gertrud Dorka mit der Leitung dieser Aufgabe betraut, zunächst mit Unterstützung von nur zwei Helfern. 1948 holte sie die ausgelagerten Teile der Heinrich-Schliemann-Sammlung aus Trebus zurück nach Berlin.

1955 konnte eine erste Schausammlung in acht zu unterst liegenden Räumen des Südwestflügels der Ruine eröffnet und ein Überblick über die märkische Vor- und Frühgeschichte von der Eiszeit bis zur Gründung Berlins gegeben werden. So ist es ihrer Arbeit zu verdanken, dass viele kostbare Bestände des Museums für Vor- und Frühgeschichte in Berlin erhalten blieben.