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Eine Barockorgel für die Petrikirche in Riga

Eine Barockorgel für die Petrikirche in Riga

01.11.2012

Die St. Petri-Kirche in Riga gehört, neben dem St. Marien-Dom, zu den ältesten und größten Gotteshäusern im Baltikum. 1209 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt. Sie war die Hauptkirche der Stadt und ist nach wie vor ihr Wahrzeichen. Nach der Selbstständigkeit Lettlands (1918) bedeutete sie das einzige Gotteshaus für die Deutschen.

1941 zerstörten Kriegseinwirkungen die Petri-Kirche mit dem beeindruckenden Barockturm und der letzten Walcker-Orgel. Der Turm und der gesamte Bau wurden bis 1984 neu aufgebaut, jedoch ohne Orgel. Die Kirche durfte nur als Ausstellungs- und Konzertsaal genutzt werden. Nach der Wende konnte eine evangelisch-lettische Gemeinde wieder christliches Leben in der Kirche entfalten.

Wie die historische Altstadt Rigas gehört dieser sakrale Bau seit 1997 zum Weltkultur erbe der UNESCO. Die Vergangenheit der Kirche wurde durch eine herausragende musikalische Tradition geprägt. Der berühmteste Repräsentant des 18. Jahrhunderts, der Organist Johann Gottfried Müthel, der letzte Schüler Johann Sebastian Bachs, spielte auf der 1734 fertig gestellten Barockorgel des Orgelbauers Gottfried Clossen. Sie ist die älteste nachweisbare Orgel in der Petri-Kirche. In der Stadt Riga gibt es zur Zeit nur eine romantische Konzertorgel im Dom. Mit einer barock-orientierten Orgelrekonstruktion nach dem Vorbild des Orgelbauers Clossen würde Riga wieder zu einer internationalen Musik-Metropole von großer Bedeutung und Ausstrahlungskraft werden.

Der Orgelneubau soll mit renommierten deutschen und lettischen Orgelbaufirmen durchgeführt werden und schließt die Ausbildung lettischer Lehrlinge mit ein. Dieses internationale Kooperationsprojekt könnte dem Orgelbau in Lettland damit neue Perspektiven für die Zukunft eröffnen. Das Projekt kann mit Unterstützung von EU-Mitteln finanziert werden. Die Kosten betragen etwa 1,6 Mill. Euro. Voraussetzung ist ein deutlicher Eigenbeitrag, der über Spenden und weitere Zuwendungen eingeworben werden muss. Die Stadt Riga unterstützt das Projekt, kann jedoch zur Zeit keine finanziellen Zusagen machen.

Die Trägerschaft des Orgelneubaus hat die 2011 gegründete »Orgel-Stiftung Petrikirche Riga« übernommen, deren Mitglieder sich aus Letten und Deutschen zusammensetzen. Für dieses einmalige Vorhaben führen wir seit 2010 internationale Werbe- und Benefizveranstaltungen durch. Wir pflegen zahlreiche Kontakte zur Stadt Riga, zur Regierung Lettlands und weiteren

Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Für das große Projekt konnten wir bereits Gidon Kremer als Schirmherrn gewinnen. Mit jeder Spende, ganz gleich in welcher Höhe, verhelfen Sie der 800jährigen Stadt Riga zu einem großartigen Musikleben, das mit Sicherheit in den nächsten Jahrhunderten Bestand haben wird. Im Jahr 2014 wird Riga die „Kulturhauptstadt Europas“ sein.

Spenden sind erbeten an:

Berliner Volksbank:
BLZ: 100 900 00 / BIC: BEVODEBB
Konto Nr.: 208 118 0027
IBAN: DE 71 100 900 00 2081 1800 27
Stichwort: „Orgel – Petrikirche – Riga”

Spendenbescheinigungen auf Anfrage

Ansprechpartner und Impressum:
Vorsitzende der Orgel-Stiftung Petrikirche Riga:
Babette Baronin von Sass
Oehlertplatz 6, DE 12169 Berlin
Tel./Phone: (+49) 30 79 78 86 86
E-Mail: bvsass@web.de

Schirmherr:
Gidon Kremer

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