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Erinnerung an Lilli Henoch

Erinnerung an Lilli Henoch

10.09.2015

Lilli Henoch (26. 10. 1999 – 8. 9. 1942), jüdische Sportlerin, geboren in Königsberg, wo sie das Gymnasium besuchte, Abitur machte und sportliche Fahigkeiten entwickelte. Mit 19 Jahren zog es sie nach Berlin, wo sie sich in der “Preußischen Hochschule für Leibesübungen” zur Orthopädin und Turnlehrerin ausbilden lassen wollte. 1919 trat sie dem “Berliner Sportclub” (BSC) bei, wo es eine noch nicht weit verbreitete Frauenabteilung gab. Zwischen 1922 und 1926 wurde sie elf Mal Deutsche Meisterin im Kugelstoßen und Diskuswurf sowie mit der 4×100 Meter Staffel. Mit ihren Leistungen gehörte sie zur Weltspitze: Mit 26,62 Meter gelang ihr 1923 der Weltrekord mit dem Diskus, 1925 warf sie ihre Kugel 11,57 Meter weit und sicherte sich auch diese Top-Position. Schließlich liefen sie und ihre Mitstreiterinnen 1926 in 50,4 Sekunden die 4×100 Meter und damit Weltrekord. Abseits des Leichtathletik trat Henoch auch als eine der herausragenden deutschen Hockey- und Handballspielerin hervor. Mit der Machtübernahme der Nazis 1933 wurde sie aus ihrem Sportverein ausgeschlossen. Der jüdische Sport kam unaufhaltsam zum Erliegen. Eine Emigartion lehnte sie ab, um bei ihrer Mutter zu bleiben. Mit dem 19. “Judentransport” sollte sie ins Ghetto im lettischen Riga deportiert werden, wurde jedoch bereits auf dem Transport kurz vor Riga in einem Waldstück mit allen Zuginsassen von der SS erschossen. Mit der Benennung der neuen Sporthalle am Ziegenweg in Quickborn wird die deutsche Ausnahmesportlerin geehrt. (Wedel-Schulauer Tagblatt, 4. 9. 2010)

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