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Geburts- und Todestage prominenter Ostpreußen am 22. April

Geburts- und Todestage prominenter Ostpreußen am 22. April

22.04.2015

Der in Königsberg geborene und gestorbene Immanuel Kant (22. 4. 1724 – 12. 2. 1804) gilt als einer der größten Philosophen der Weltgeschichte. Die Literatur über ihn füllt ganze Bibliotheken. Einen kurzen Abriß seines Lebens finden Sie hier. Zu Ehren des Philosophen findet jedes Jahr an seinem Geburtstag am 22. April das Bohnenmahl statt, so auch in diesem Jahr. Eine deutsche Delegation ist zu diesem Zweck nach Kaliningrad gereist und begeht dieses Ereignis zusammen mit russischen Freunden und Verehrern Kants im Deutsch-Russischen- Haus.

Der in Königsberg geborene Ingenieur Georg Jakob Steenke (30. 6. 1801 – 22. 4. 1884) war es, der durch amerikanische Vorbilder angeregt den Oberländischen Kanal mit seinen geneigten Ebenen von Elbing bis nach Osterode konzipierte und dessen Bau durchsetzte. Den Höhenunterschied von rd. 100 Metern zwischen beiden Städten überwandt er, indem er an fünf Stellen die Schiffe durch Schienenfahrzeuge auf- oder abwärts transportierte und dadurch den Bau vieler zeitraubender Schleusen vermied. Inzwischen wurde der Oberländische Kanal von der UNESCO als Technisches Denkmal in das Weltkulturerbe aufgenommen. Details zum Leben von Steenke finden sie hier.

Die in Königsberg geborene Käthe Kollwitz (8. 7. 1867 – 22. 4. 1945), geb. Schmidt, zählt zu den bedeutendsten deutschen Graphikern, Malern und Bildhauern des 20. Jahrhunderts. 1919 wurde sie Mitglied der Preußischen Akademie der Künste mit dem Titel „Professor“, am 21. Mai 1928 wurde sie als erste Frau in den Senat, dem höchsten Gremium der Akademie, eingeführt, und 1929 ehrte man sie mit dem höchsten deutschen Orden, den Pour le Mérite für Kunst und Wissenschaft. Doch 1933 zwangen die Nazis sie, aus der Akademie der Künste wieder auszutreten und entließ sie aus der Meisterklasse für Graphik. Nach dem Tod ihres Mannes, des Arztes Karl Kollwitz, 1940 traf sie als weiterer Schicksalsschlag der Tod ihres Enkels Peter 1942 in Russland. Vor dem zunehmenden Bombenhagel wich sie 1943 auf Einladung ihrer Bildhauerkollegin Margret Böning nach Nordhausen aufs Land aus. Bald darauf wurde ihr Wohnhaus im Prenzlauer Berg zerbombt und viele ihrer Graphiken und Druckplatten wurden zerstört. Am 20. Juli 1944 zog sie durch Vermittlung des Prinzen Ernst Heinrich von Sachsen nach Moritzburg in das Haus der gräflichen Familie zu Münster, dem “Rüdenhof”, wo sie am 22. April 1945 starb. Heute erinnert der Rüdenhof als Käthe-Kollwitz-Haus mit Ausstellungen und Foren an die große Künstlerin.

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