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Georg Friedrich Prinz von Preußen, Chef des Hauses Hohenzollern, lässt den berühmten Diamanten Beau Sancy versteigern

Georg Friedrich Prinz von Preußen, Chef des Hauses Hohenzollern, lässt den berühmten Diamanten Beau Sancy versteigern

31.03.2012

Seinen Namen bekam der Beau Sancy vom ersten Käufer. Der französische Diplomat und Finanzmann Nicolas de Harlay, Sieur de Sancy, kaufte den Stein in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Konstantinopel. Laut Sotheby’s stammt der Diamant höchstwahrscheinlich aus den Minen nahe Golconda in Zentral-Indien, der geschichtsträchtigen Quelle anderer weltberühmter Diamanten wie der Hope oder der Koh-i-Noor.

1604 kaufte der französische König Henri IV. das Juwel für seine zweite Ehefrau Maria de’ Medici. Sie trug den Beau Sancy in ihrer Krone, als sie am 13. Mai 1610 zur französischen Königin gekrönt wurde – nur einen Tag, bevor ihr Ehemann einem Attentat zum Opfer fiel.

Maria flüchtete in die Niederlande, wo sie – hoch verschuldet – ihre Besitztümer verkaufen musste. 1641 wechselte der Beau Sancy schließlich den Besitzer: Prinz Frederik Henrik von Oranien-Nassau, der Statthalter von Holland, kaufte ihn für 80 000 Gulden. Das war in jenem Jahr der größte Posten im Staatshaushalt. Mit dem Diamanten wurde wenig später die Hochzeit von Heinrich Friedrichs Sohn mit Maria Henrietta Stuart, der Tochter des englischen Königs Karl I., besiegelt. Nach dem Tod ihres Mannes ging Maria Stuart mitsamt ihrer Schmuckschatulle nach England zurück, der Diamant wurde wegen Geldmangels zwischenzeitlich verpfändet. Erst 1677 war er zurück im Hause Oranien-Nassau.

Über Maria Henriettas Schwiegertochter Maria Stuart gelangte der Stein schließlich an deren Enkel Kurfürst Friedrich III., der 1701 zum ersten preußischen König Friedrich I. gekrönt wurde. Er ließ den Beau Sancy in die Königskrone einsetzen. Als größter Edelstein in der Sammlung des Hauses Preußen wurde er von Generation zu Generation bis heute weitervererbt. Getragen wurde er von den Frauen der Familie, er schmückte das Kleid einer jeden neuen königlichen Braut am Hochzeitstag – zuletzt allerdings in der Kaiserzeit.

Bei der Aktion am 15. Mai um 17 Uhr in Genf wird mit einem Erlös von 1,5 bis drei Millionen Euro gerechnet.

(PNN.de, 31. 3. 2012)

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