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George Turner wird fünfundachtzig. Wir gratulieren.

George Turner wird fünfundachtzig. Wir gratulieren.

28.05.2020

George Turner wurde am 28. 5. 1935 in Insterburg als Sohn eines Bauern geboren. Seine Jugend verlebte er in Bilderweitschen, bis er wie viele andere 1944 flüchten musste. Bis 1955 lebte er in Ebsdorf in Niedersachsen. Nach dem Abitur in Uelzen in diesem Jahr studierte er Jura an den Universitäten Göttingen, München und Würzburg. 1959 legte Turner sein Erstes Examen ab, 1960 promovierte er in Göttingen. Dem Vorbereitungsdienst folgte 1963 in Hamburg das zweite Staatsexamen. Auf Bergrecht spezialisiert, habilitierte er sich 1966 an der Technischen Universität Clausthal. 1968 erhielt er in Clausthal eine Professur und bewarb sich erfolgreich 1970 um die Präsidentschaft der Universität Hohenheim. Anfang der 70er Jahre wurde auf sein Betreiben hier die erste Organisations- und Wirtschaftlichkeitsprüfung an einer deutschen Universität durchgeführt. 1976 wählte man George Turner zum Vizepräsidenten der Westdeutschen Rektorenkonferenz und 1979 bis 1983 zu deren Präsidenten.

Sein gewachsenes Renommée als Wissenschaftler bewog den damaligen Regierenden Bürgermeister von Berlin, Eberhard Diepgen, ihn – obwohl parteilos – zum Wissenschaftssenator des Landes Berlin zu ernennen. Das blieb er bis zur Wahlniederlage der CDU 1989. In Berlin war er auch Moderator der Tagesspiegel-Treffpunkte, weshalb ihn diese Tageszeitung mit einer Laudatio zu seinem Geburtstag besonders ehrt. Anschließend war er bis 2000 ordentlicher Professor an der Universität Hohenheim mit den Schwerpunkten Wirtschafts- und Agrarrecht sowie Wissenschaftsverwaltung und parallel dazu Gastprofessor an der Humboldt-Universität Berlin.

Seine publizistische Tätigkeit, der er seitdem nachgeht, findet ihren Niederschlag in zahlreichen Büchern wie „Hochschule zwischen Vorstellung und Wirklichkeit“, „Agrarrecht: Ein Grundriss“ und „Die eingetragene Genossenschaft im System des Gesellschaftsrechts“, sowie in Broschüren, Aufsätzen und Zeitungsartikeln. Seine Familiengeschichte hat er 2008 in dem Buch „Die Heimat nehmen wir mit“ niedergeschrieben.

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