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Die Kaliningrader Universität gedenkt ihres Ehrenbürgers Prof. Czygan

02.02.2012

Franz-Christian Czygan wurde 1934 in Königsberg geboren und musste seine Heimatstadt zum Ende des 2. Weltkriegs verlassen. Er hatte von 1972 bis 2000 den Lehrstuhl für pharmazeutische Biologie an der Universität Würzburg inne. Sein Forschungsgebiet waren die Wirkstoffe von Arzneipflanzen. Unter anderem beteiligte er sich an der Arbeit in der Forschergruppe „Klostermedizin“, die durch die jährliche Kür der „Arzneipflanze des Jahres“ deutschlandweit bekannt wurde.

Als nach dem Ende der Sowjetunion 1991 auch das jahrzehntelang abgeriegelte Militärsperrgebiet Kaliningrad wieder für Ausländer zugänglich wurde, war Prof. Dr. Franz-Christian Czygan einer der ersten Professoren, die Kontakt zur staatlichen russischen Hochschule im ehemaligen Königsberg suchte und auch fand. Neben dem Austausch von botanischen Forschungsergebnissen und der Zusammenarbeit mit seinem Kaliningrader Kollegen Professor Dr. Viktor Dedko, einem Biologen, galt sein Engagement der Förderung von Kontakten zwischen deutschen und russischen Kommilitonen.

Als Ergebnis seines Wirkens hatte ihm die Kaliningrader Universität für „seine Verdienste um die Entwicklung einer modernen Pharmazeutischen Biologie sowie um die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Ost und West“ im April 2000 die Ehrendoktor-Würde verliehen. Der gebürtige Königsberger war der dritte Deutsche nach dem Völkerkundler Dietrich Rauschning und der Publizistin Marion Gräfin Dönhoff, dem diese Ehre zuteil wurde. Er starb im Alter von 77 Jahren nach langer schwerer Krankheit.

(Russland Aktuell, 2. 2. 2012)

 
 
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