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Agnes-Miegel-Tage in Bad Nenndorf

27.03.2012

Das vergangene Jahr war ausgesprochen erfreulich für die in Bad Nenndorf ansässige Agnes-Miegel-Gesellschaft. War die Zeit zuvor gekennzeichnet durch die Vorwürfe eines angeblich schuldhaften Verhaltens der Dichterin während der NS-Zeit - begleitet durch verschiedene Straßenumbenennungen - hat sich das Blatt nun gewendet. Die von einigen Gruppen gebetsmühlenartig vorgebrachten Vorwürfe sind von den wichtigsten Experten für Leben und Werk der Dichterin durch Forschungsarbeiten eindeutig widerlegt worden. Die Folge war, dass es seit Februar 2011 nur noch zwei Straßenumbenennungen gegeben hat, nämlich in Schwerte und in Lünen - jeweils gegen den entschiedenen Widerstand der Bevölkerung. Dem stehen eine Vielzahl von gescheiterten Initiativen zur Umbenennung von Agnes-Miegel-Straßen gegenüber: In Mainz-Finthen, Hildesheim, Braunschweig, Sankt Augustin, Bergkamen-Oberaden, Gronau, Goslar-Hahndorf, Bergisch Gladbach-Refrath, Bohmte, Söhlde, Herzberg, Edewecht-Friedrichsfehn, Bad Essen und Ostercappeln entschied man sich seit Februar 2011 für die Beibehaltung des Straßennamens. Eine Projektgruppe der Kooperativen Gesamtschule Stuhr-Brinkum stellte am 23.3.2012 - auf Einladung der literarischen Agnes-Miegel-Gesellschaft - ihre Projektarbeit über das Verhalten der Dichterin zur Zeit des Nationalsozialismus vor. Der Vortrag war ein Programmbestandteil der Agnes-Miegel-Tage Bad Nenndorf. Schuldhaftes Verhalten der Dichterin war dem Projektbericht nicht zu entnehmen.
Die Agnes-Miegel-Gesellschaft konnte im vergangenen Jahr etliche neue Mitglieder begrüßen - ein Zeichen für die steigende Wertschätzung der aus Ostpreußen stammenden Dichterin.

(relevant, 25. 3. 2012)

 
 
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