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Ausstellung von Romanas Borisowas

19.02.2013

Schlösser, Kirchen und Gutshöfe Ostpreußens, genau gesagt das, was davon erhaltengeblieben ist, hat der litauische Maler Romanas Borisowas präsentiert.

Die Ausstellung zählt 27 graphische Arbeiten, nur eine davon ist das farbig. Auf dem Bild sieht man das Lichtspielhaus "Kapitol", das nach dem Krieg in "Spartak" umbenannt worden war und wo man einige Zeit danach Filme drehte. Später wurde das Gebäude abgetragen. Das Bild von Romanas Borisowas ist die einzige Darstellung des Lichtspielhauses "Kapitol-Spartak". Der Maler hat dieses Bild der Stadt Sowjetsk geschenkt. Einige Werke, die hier ausgestellt sind, hat der Maler im Alter von 15 Jahren geschaffen.

Romanas Borisowas, Maler aus Klajpeda (Memel): "Mein ganzes Leben reiste ich immer wieder hierher. Als ich an einer Hochschule studierte, trieb ich Segelsport und über das Haff fuhren wir oft mit einem Segelboot zu diesen kleinen Städtchen. Dann diente ich in der Armee und hielt mich ein Jahr in Sowjetsk auf. Nach dem Militärdienst, als ich schon arbeitete, kam ich mehrmals im Jahr hierher".

Der Architekt, Fotograf und Autor Christian Papendick ging in seiner Dankesrede anlässlich der Verleihung des Kulturpreises für Publizistik 2011 auch auf Romanas Borisowas und seine Bilder über einstige deutsche Bauten ein und sagte: " … diese Bauten sind wie Märtyrer, wie Vermittler westlicher kultureller Werte, die dem kräftigen Stoß der kämpfenden Ideologie standgehalten haben. Sie sind beseelt. Man kann sie hören … diese Zeugen längst vergangener Leben, die Jahrhunderte lang als Beispiele für den ganzen osteuropäischen Raum dienten, verschwinden.“ Kaum ein Mensch kümmert sich darum, denkt darüber nach. Ganze Ortschaften sind sich selbst überlassen. „Nur die Plünderer kreisen wie die Geier um sie herum. Bald wird alles vergessen sein. Es vergeht einfach so, weil niemand da ist, der diesem Lauf der Dinge Einhalt gewährt. Sic transit gloria mundi“

In diesem Jahr plant Romanas Borisowas eine Reihe von Werken über das moderne Sowjetsk zu schaffen.

(Der Korrespondent von "Westi-Kaliningrad", Ruslan Smolin, übermittelt von Andrey Konstantinow, Moskau, 18. 2. 2013; PAZ 4. 6. 2011)

 
 
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