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Sanierung der Kirche in Tollmingkehmen

26.02.2013

Die Gedenkstätte in Tollmingkehmen ist ein wahres Heiligtum für die Litauer, für die der Name Donelaitis von ebenso großer Bedeutung ist wie z.B. der Name da Vinci für die Italiener. Am 1. Januar 2014 wird der 300. Geburtstag des litauischen Dichters gefeiert, aber man bereitet sich schon jetzt im Kaliningrader Gebiet und in Litauen auf dieses Ereignis vor. Die Gebietsregierung plant, nicht weniger als 70 Mio. Rubel für eine Renovierung der Kirche bereitzustellen. Die Beheizung der Kirche ist kaputt, weswegen das Fundament Feuchtigkeit gezogen hat und die Holzbalken des Kirchturms faulig sind.

Die Präsidentin des Klubs der Landsleute von Donelaitis, Olga Dubowaja, berichtete von der Kirchengeschichte: "Die Kirche wurde 1979 neu wiederaufgebaut, wobei von der alten Kirche ein 2 m langes Wandstück erhalten geblieben war. Damals war ich Chefin der Kulturabteilung des Kreises Nesterow (Ebenrode). Anstelle der Kirche befand sich eine Instandsetzungswerkstatt. Die Wiederaufbauarbeiten begann man im Jahre 1964, als der 250. Geburtstag von Donelaitis gefeiert wurde. Er ist ja in die UNESCO-Liste eingetragen. Darum hatten das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei und der Ministerrat der UdSSR beschlossen, das Jubiläum von Donelaitis zu feiern. Unser Exekutivkomitee beschloss, die Begräbnisstätte von Donelaitis zu finden und die Kirche wiederaufzubauen. Bis jetzt bewahre ich diese Dokumente bei mir zu Hause auf"

Die Wiederaufbauarbeiten leitete der bekannte litauische Architekt und Archäologe Napoleonas Kitkauskas. Zunächst wurden die sterblichen Überreste von Donelaitis auf dem Friedhof an der Kirche gesucht, später begriff man, dass er in der Kirche begraben sein könnte. Bei Ausgrabungen wurde ein Schädel gefunden. Die Nachkommen von Donelaitis leben in Deutschland. Eine DNA-Expertise stellte fest, dass dies der Schädel von Donelaitis war. Nach dem Schädel wurde sein Gesicht rekonstruiert.

Um einen altertümlichen Dachziegel herstellen zu können, bauten Fachleute aus Kaunas ein Dachziegelwerk wieder auf. Kitkauskas fand originale Zeichnungen der Kirche, die Donelaitis selbst im Jahre 1756 aus Stein gebaut hatte. Nach diesen Zeichnungen wurde die neue Kirche errichtet.

(Andrey Konstntinow, Moskau, 24. 2. 2013)

 
 
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