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Sicherung der Ruinen des Stadtschlosses

05.03.2013

Die Grabungsstelle beim ehemaligen Westflügel des Königsberger Schlosses in einer Größe von 1.625 m² soll in architektonisch überzeugender Weise überdacht werden. Die Regionalbehörden arbeiten gerade die Wettbewerbsunterlagen dafür aus. "Nach den Ergebnissen des Wettbewerbs plant man, den Vorentwurf einer Kuppel oder einer anderen Schutzanlage zu entwickeln, die bereits bestehende Bauten berücksichtigen würde", teilte man einem Korrespondenten der "Калининград.RU" im Pressedienst der Gebietsregierung mit.

Es sei betont, dass der Wettbewerb zusammen mit der örtlichen Abteilung des Architektenvereins Russlands ausgetragen wird. Der Jury gehören namhafte Architekten, Vertreter der Öffentlichkeit und Kulturschaffende an. Die Sieger des Wettbewerbs erhalten für den ersten Platz 50 000 Rubel (ca.1250 €), für den zweiten Platz bekommt man 30 000 Rubel (750 €) und für den dritten Platz 10 000 Rubel (250 €).

Zurzeit sind die Ruinen aus dem 13. Jahrhundert höchst gefährdet. Die von Archäologen ausgegrabenen Keller des Königsberger Schlosses werden durch Witterungswechsel und Niederschläge mit der Zeit zerstört. Dabei sind Fragmente von Fenstern, Bögen, Säulen sowie von alten Bodenfliesen erhalten geblieben. Ziel des Wettbewerbs ist es, die besten architektonischen Ideen dafür zu sammeln, wie Keller und Fundamente des Westflügels und seine Ruinenreste am Besten vor Unwetter und weiterer Beschädigung zu schützen sind. Unter der Kuppel oder dem Dach sollten Architekten und Restauratoren arbeiten können sowie eine Ausstellung untergebracht werden. Die Organisatoren betonen, dass die Grabungsstelle künftig für Besichtigungen besser ausgestattet sein soll. Das Königsberger Schloss soll Museum werden und wird Bestandteil des Gebietsprogramms zur Bewahrung des kulturellen Erbes und damit zugleich ein Brennpunkt im touristischen Angebot.

Zurzeit wird das Programm zum Wiederaufbau des historischen Stadtzentrums Kaliningrads "Der Stadtkern" erarbeitet. Daran nehmen sowohl Regional- und Munizipalbehörden als auch Architekten und Kulturwissenschaftler teil. In dieses Programm sind auch die Ruinen des Königsschlosses aufgenommen worden. Es ist geplant, den Wiederaufbau des Stadtkerns bis zum Jahr 2024, also zum 300. Geburtstag von Immanuel Kant, abzuschließen. Nach Meinung von Experten müsse man für den Wiederaufbau des Königsschlosses in Bauart des 19. Jahrhunderts rund 180 Mio. Euro investieren.

(Andrey Konstantinow, Moskau, 5. 3. 2013)

 
 
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