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Die Handelskammer Hamburg in Kaliningrad äußert sich skeptisch zum Wachstum in der Oblast

23.03.2013

Am 20. März hat in Kaliningrad ein Gespräch am runden Tisch stattgefunden, an dem Experten aus dem Gebiet Kaliningrad und aus Deutschland teilgenommen haben. Dabei ist der Einfluss der Korruption auf die Geschäftsführung von Ausländern erörtert worden. Hiesige Menschenrechtler haben versichert, zur Fußball-WM 2018 werde man die Investitionsanziehungskraft des Kaliningrader Gebiets erhöhen.

Die Bemerkungen der Journalisten, die Korruption könne sich auch steigern, haben das Unverständnis der Fachleute aus Deutschland ausgelöst. "Das ist doch kein Automat, verstehen Sie? Das hängt von vielem ab. Ich kann nicht eine steigende Anziehungskraft von Kaliningrad für Investitionen verzeichnen. Man hört oft: dass die Industriezone zur WM 2018 nicht völlig fertig ist, dass die Betriebsbedingungen nicht erfüllt werden und so weiter und so fort ... Viele Fragen sind bis jetzt nicht gelöst. Falls alles sachkundig und ohne Korruption gemacht wird, dann kann all das aussichtsreich sein. Es gibt jedoch viele Wenn und Aber", sagte der Vertretungsleiter der Handelskammer Hamburgs in Kaliningrad Stephan Stein einem Korrespondenten der "Калининград.Ru".

Die deutschen Experten, die am Gespräch teilgenommen haben, betonten, man darf auf Veränderungen, die von der Regierung und dem Präsidenten vielleicht initiiert werden, nicht rechnen. Stefan Stein, der in Kaliningrad seit 17 Jahren tätig ist, ist sich sicher, die gesellschaftliche Kontrolle könnte die Situation zum Besten verändern. "Wenn wir von der Korruption nicht reden, dann wird alles beim alten bleiben. Noch ein Problem Russlands besteht darin, dass die Bürger hinter vorgehaltener Hand reden, die Korruption sei fürchterlich, sie werde uns ins Verderben stürzen, sie lässt den klein- und mittelständischen Unternehmen keine Entwicklung. Es wäre hilfreich, wenn sie davon vor aller Augen sprechen würden. Dabei müssen diese Probleme in den Verbänden der Geschäftsleute, in den Massenmedien, unter den Oppositionsvertretern erörtert werden, sonst wird sich nichts verändern", äußerte sich Stephan Stein.

(Andrey Konstantinow, Moskau, 22. 3. 2013)

 
 
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