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Der masurische Schriftsteller Herbert Reinoß ist tot

23.01.2018

Herbert Reinoß (7. 1. 1935 – 29. 12. 2017) stammte aus Rydzewen/Schwarzberge im Kreis Lyck. Das Dorf gibt es nicht mehr. Wildnis hat sich über der einstigen Siedlung breit gemacht. Nach dem Studium der Germanistik und Geschichte lebte er in Hamburg und in Biberach a. d. Riß, danach in Gütersloh. 1958 kam er als Lektor zum Bertelsmann Lesering, dem er 36 Jahre treu blieb, und wurde Programmleiter Belletristik. Seit den späten 1960er Jahren arbeitete er als freier Schriftsteller. Er schrieb viele Romane und Erzählungen, etliche dabei mit autobiographischem Hintergrund. Aber er verfasste auch Anthologien und Bildbände und betreute Buchreihen, wie die von Marcel Reich-Ranicki herausgegebenen „Liebesgeschichten der Weltliteratur“. [1] Werke: „Schwarzberge in Masuren, früher – heute“ in „Ostpreußen“, Verlag Langen-Müller (1980), „;Masuren Märchenland der Kindheit“, „Licht über Masuren“, „Ein Sohn Masurens“, Herausgeber von „Jugendjahre in Ostpreußen“ mit Jugenderinnerungen von Hermann Sudermann, Ernst Wiechert, Käthe Kollwitz, Marion Gräfin Dönhoff, Agnes Miegel, Siegfried Lenz, Fritz Skowronnek u. a.; Herausgeber von „Ostpreußen – Porträt einer Heimat“; „Letzte Tage in Ostpreußen. Erinnerungen an Flucht und Vertreibung“; Herausgeber eines Sammelbandes „Es gab kein Zurück. Erinnerungen an die Vertreibung“ (Zeitzeugen berichten von ihren persönlichen Erlebnissen); „Wieder im Dorf meiner Kindheit“

Herbert Reinoß war neben seiner beruflichen Tätigkeit als Mitglied der SPD von 1975 bis 1999 Ratsherr in der Stadt Gütersloh, wo er insbesondere als Vorsitzender des Krankenhausausschusses kommunalpolitisch wirkte.



[1] Buchmarkt, Nachruf auf Herbert Reinoß, 18. 1. 2018

 
 
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