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Erinnerung an den Erfolgsautor Felix Dahn

11.02.2018

Felix Dahn (9. 2. 1834 – 3. 1. 1912) war 1872 – 1888 Professor an der Albertina in Königsberg. Geboren wurde er in Hamburg als Sohn einer Schauspielerfamilie. Nach dem Abitur in München 1850 studierte er Jura und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität und zwischendurch auch an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin. Als die Eltern sich scheiden ließen, wurde Felix dem Vater zugesprochen.

1862 wurde er Privatdozent für Rechtsgeschichte an der Universität München und erhielt 1863 mit 29 Jahren einen Ruf als Professor nach Würzburg. 1872 wechselte er nach Königsberg auf einen Lehrstuhl in der juristischen Fakultät mit Schwerpunkt Handelsrecht sowie germanisches und deutsches Recht. Hier heiratete er 1873 Therese von Droste-Hülshoff, Nichte der westfälischen Dichterin Anette von Droste-Hülshoff. Die kirchliche Trauung fand in der Tragheimer Kirche statt, wo schon Richard Wagner seiner Minna das Jawort gegeben hatte. Er war Mitglied in Dichtergesellschaften wie z. B. dem „Krokodil“ in München und dem „Tunnel über der Spree“ in Berlin.

Um Geld zu verdienen, verfasste Dahn vielfältige literarische und poetische Texte und wurde einer der Hausautoren der Zeitschrift "Die Gartenlaube". Er gehörte in Königsberg dem "Literarischen Kränzchen" an, das 1858 gegründet worden war und schrieb wissenschaftliche Werke, Schauspiele, Dramen. In Königsberg vollendete er insbesondere den populären Roman „Ein Kampf um Rom“ (1876), dem letzten großen Beispiel für die geschichtlichen Romane des 19. Jhs., dem erfolgreichsten historischen Roman in deutscher Sprache aller Zeiten. Bis zum 1.Weltkrieg erlebte das Buch 110 Auflagen und die Gesamtauflage dürfte inzwischen bei 2 Mio Exemplaren liegen. Die erste Gesamtausgabe seiner Werke 1899 umfaßte 21 Bände und dokumentierte damit seine Position als Erfolgsautor. 1888 folgte er einem Ruf nach Breslau, wo er auch starb und auf dem Friedhof der Breslauer Maria-Magdalenen-Gemeinde begraben wurde.

 
 
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