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Einweihung der Neuen Synagoge in Kaliningrad

11.11.2018

Vor dem 1. Weltkrieg lebten etwa 13.000 Juden in Ostpreußen. Um 1880 gab es allein in Königsberg ca. 5000 jüdische Mitbürger. Der jüdische Bevölkerungsanteil in Königsberg sank von 3.200 im Jahr 1933 auf 2.100 im Oktober 1938. Von den fünf Synagogen in Königsberg war die Neue Synagoge gegenüber dem Kneiphof die Prächtigste.

Die Neue Synagoge wurde 1896 in der Lindenstrasse gegenüber dem Dom nach Plänen des Berliner Architekturbüros Cremer & Wolffenstein gebaut. Neben Trauer- und Gebetssälen beherbergte sie einen Konfirmationssaal, eine große religiöse und philosophische Bibliothek und als einzige Synagoge weltweit eine Orgel. Auf dieser spielte u. a. der bekannte Komponist Eduard Birnbaum.

In der Progromnacht 1938 wurde die Synagoge zerstört. Die Ruinen der Neuen Synagoge neben dem erhaltenen Waisenhaus wurden nach dem 2. Weltkrieg abgerissen. Für den Neubau der Synagoge wurde 2011 ein symbolischer Grundstein gelegt. Sie wird allerdings mit 37 Metern Höhe um 10 Meter niedriger sein als der ursprüngliche Bau und auch etwas reduziert in der Breite. Der Gebetssaal für Männer ist für 200 Personen konzipiert. Für Frauen und Kinder gibt es einen Balkon. Neben dem religiösen Zweck wird das Haus als Bildungszentrum fungieren und Gemeindezentrum sein. Am 8. November 2018 wurde der Neubau der Neuen Synagoge feierlich im Beisein des Staatsministers für Europa im Auswärtigen, Amt Michael Roth, als Vertreter der Bundesregierung eingeweiht. Bild der wiederaufgebauten Synagoge siehe hier.

 
 
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