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Gastgeber in Ostpreußen

Einladung zur Masurenfahrt 16. bis 27. Juni 2018
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Erinnerung an Dr. Ferdinand Friedensburg

17.11.2018

Ferdinand Friedensburg (17. 11. 1886– 11. 3. 1972) wurde in Schweidnitz/Schlesien geborn. Sein Vater war Numismatiker, sein Großvater war Oberbürgermeisters von Breslau. 1889 zog die Familie nach Berlin. Ferdinand besucht das Gymnasium Steglitz und studierte dann an der preußischen Bergakademie Berlin. Er promovierte im Fach Geologie und legte 1914 sein Examen als Bergassessor ab.

Auf der Rückreise aus Amerika geriet er 1914 bei Gibraltar in britische Kriegsgefangenschaft und brach sich bei einem Fluchtversuch beide Beine. Die Verletzung war so stark, dass er für den Bereich des Bergbaus berufsunfähig wurde. 1917 in die Schweiz entlassen und in der dortigen deutschen Botschaft tätig. Nach dem Krieg Journalist in Berlin. Danach allgemeine Laufbahn in der Verwaltung. 1920 wurde er zum Landrat im westpreußischen Kreis Rosenberg ernannt, wobei dieser Kreis der Provinz Ostpreußen zugeordnet wurde. Angeblich machte er dadurch auf sich aufmerksam, dass er sich gegen den starken Widerstand der Großagrarier seines Kreises durchsetzte. Ab 1925 war er Vize-Polizeipräsident in Berlin, ab 1927 Regierungspräsident in Kassel und wurde 1933 von den Nazis entlassen.

Während der Nazi-Herrschaft führte er Forschungsarbeiten auf dem Gebiet des Bergbaus durch. Nach dem 2. Weltkrieg war er sehr bald Leiter des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin und gehörte zu den Gründungsmitgliedern der CDU in Berlin. General Shukow ernannte ihn am 1. 8. 1945 zum Präsidenten der Zentralverwaltung der Brennstoffindustrie in der SBZ. Nach einem Jahr jedoch wurde er wegen Meinungsverschiedenheiten davon entbunden. 1946 - 1951 Bürgermeister von Berlin, dabei 1948 zeitweilig kommissarischer Oberbürgermeister, da die Oberbürgermeisterin Luise Schroeder erkrankte. 1952 - 1965 MdB und MdE. Am 20. 10. 1971 zum Ehrenbürger Berlins ernannt.

 
 
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