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Schwieriges Erbe - Nationalsozialismus und Widerstand in Ostpreußen

05.06.2019

In Ostpreußen fanden die Nationalsozialisten ab 1930 überdurchschnittlich viele Wähler. Nach Hitlers Machtübernahme 1933 begannen die totalitäre Durchdringung von Staat und Gesellschaft sowie die Verfolgungen und Morde an Juden, politischen Gegnern und vielen weiteren Opfergruppen. Widerstand gegen diese Politik scheint es hier kaum gegeben zu haben, vielmehr ist sogar in Erinnerungsbüchern aus der Nachkriegszeit von den „goldenen Jahren“ der Provinz die Rede. Dennoch kam es gerade in Ostpreußen zu dem bedeutendsten Umsturzversuch in der Zeit des Nationalsozialismus. Am 20. Juli 1944 explodierte in Hitlers Hauptquartier „Wolfsschanze“ eine Bombe, die den „Führer“ hätte töten und den Lauf der Geschichte verändern können. Treibende Kraft der Widerstandsgruppe des 20. Juli war Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Zu dem Kreis der Verschwörer gehörte auch Heinrich Graf von Lehndorff, der letzte Besitzer vom Schloss und Gut Steinort in Ostpreußen, der nach dem missglückten Attentat durch den Volksgerichtshof zum Tod verurteilt und am 04.09.1944 hingerichtet wurde.

75 Jahre nach dem Attentat möchten wir an seine Geschichte als Widerstandskämpfer erinnern und die Auswirkungen der Verschwörung gegen Hitler auf die überlebenden Familienmitglieder schildern. Wie wird das Erinnern in der Familie gepflegt und wie setzten sich Heinrich Lehndorffs Nachfahren mit dem „Erbe“ des 20. Juli auseinander? Davon berichtet Verus von Plotho, ein Enkel Heinrich Graf von Lehndorffs, im Gespräch mit Dr. Bettina Bouresh, der Vorsitzenden der Lehndorff-Gesellschaft Steinort. Zuvor stellt Dr. Ralf Meindl in einem Vortrag die Geschichte des Nationalsozialismus in Ostpreußen dar. Er schildert die politischen, kulturellen und ökonomischen Voraussetzungen für den Erfolg der NS-Politik, an deren Ende der Untergang des „deutschen Ostpreußen“ stand.

Eine Veranstaltung des Kulturreferats am Ostpreußischen Landesmuseum und der Lehndorff-Gesellschaft Steinort e.V. in Berlin.

Kartenreservierung: Tel. 04131-759950 oder info@ol-lg.de

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Ostpreußisches Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung, Heiligengeiststraße 38, 21335 Lüneburg
Tel. +49 (0)4131 759950, Fax +49(0)4131 7599511
E-Mail: info@ol-lg.de, Internet: www.ostpreussisches-landesmuseum.de

 
 
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