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Erinnerung an Friedrich Wilhelm August Argelander aus Memel

22.03.2020

Friedrich Wilhelm August Argelander (22. 3. 1799 - 17. 2. 1875) wurde in Memel als Sohn eines Großkaufmanns und Reeders geboren. Sein Vater war finnischer Abstammung, seine Mutter war deutscher Herkunft. Während der Anwesenheit der preußischen Königsfamilie in Memel nach Einmarsch der napoleonischen Truppen in Preußen war Kronprinz Friedrich Wilhelm öfter Gast in der Familie Argelander und freundete sich mit dem Sohn des Hauses an.

Der junge Argelander besuchte zunächst das Gymnasium in Elbing und ab 1813 das Collegium Fridericianum in Königsberg. Ab 1817 studierte er an der Albertina bei Friedrich Wilhelm Bessel, dem Leiter der Königsberger Sternwarte, und wurde 1820 dessen Assistent. 1822 promovierte er zum Thema „Untersuchungen der Umlaufbahn des Großen Kometen von 1811“. 1823 nahm Argelander einen Ruf an die Universität von Turku in Finnland an, die nach kurzer Zeit nach Helsingfors verlegt wurde. Dort habilitierte er sich 1828. In der Folgezeit half er bei dem Bau einer neuen Sternwarte, die 1833 ihren Betrieb aufnahm, und arbeitete mit an dem Sternkartenwerk der Preußischen Akademie der Wissenschaften in Berlin.

Als die Preußische Regierung beschloss, an der Universität Bonn ein astronomisches Institut einzurichten, übertrug man Argelander die Leitung und er wurde dort Sternwartendirektor. Noch bevor 1844 die Bonner Sternwarte fertig gestellt war, ermittelte er in einem kleinen Observatorium in der Nähe die Position von 22.000 Sternen. Diese Arbeit setzte er an der neuen Sternwarte intensiv fort.

Von dieser Arbeit beflügelt, begann er eine „große Durchmusterung“ aller Sterne ab einer genau definierten Größe auf der nördlichen Hemisphäre, vermaß mit seinen Assistenten bis 1863 insgesamt 324.198 Sterne und trug deren Positionen in Himmelskarten ein. Im selben Jahr wurde Argelander Mitbegründer der deutschen Astronomischen Gesellschaft, die er 1864 – 1867 leitete.

 
 
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