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Erinnerung an den Königsberger Heinrich Spiero

24.03.2020

Heinrich Spiero (24. 3. 1876 – 8. 3. 1947) wurde als Sohn einer jüdischen Familie geboren, die ein großes Königsberger Speditionsgeschäft betrieb. Er studierte zunächst Germanistik, dann aber Jura und Geschichte an den Universitäten in Berlin, Freiburg und Lyon und promovierte in Leipzig zum Dr. jur. Er übernahm die Leitung der Hamburger Niederlassung des Familienbetriebs und dozierte ab 1911 an der Staatlichen Kunstschule Hamburgs. Während des 1. Weltkriegs berief ihn Walther Rathenau an das preußische Kriegsministerium in Berlin, wo er von 1915 – 1919 die Rohstoffabteilung leitete. Danach ließ sich Spiero als freier Schriftsteller in Berlin nieder und widmete sich der Literaturgeschichte und dabei bevorzugt der Gegenwartsliteratur. 1921 erschien seine Monographie über Julius Rodenberg, gefolgt von Schriften über Gerhart Hauptmann (1922) und Theodor Fontane (1928). Wesentlich beschäftigt hat er sich mit Detlev von Liliencron, dem er auch wirtschaftlich zur Seite stand, und Wilhelm Raabe. Deshalb wählte man ihn zum Vorsitzenden der Wilhelm-Raabe-Gesellschaft. Weiterhin erschien eine „Geschichte der deutschen Lyrik seit Claudius“, „Geschichte der deutschen Frauendichtung“ und „Geschichte des deutschen Romans“. 1931 wurde er Ehrendoktor der Universität Göttingen und in Berlin wurde nach dem 2. Weltkrieg in Berlin-Westend ein Weg nach ihm benannt. Die Zeit des Nationalsozialismus überlebte Spiero, der zum christlichen Glauben konvertiert war, auf wundersame Weise und war sogar zeitweilig Vorsitzender der Vereinigung nichtarischer Christen e. V., die 1937 verboten wurde.

 
 
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