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Gastgeber in Ostpreußen

Gemütliche und komfortable Pension, in der Deutsch gesprochen wird
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Hildegard Rauschenbach

15.03.2021

Hildegard Rauschenbach (15. 3. 1926 – 7. 2. 2010) wurde als Kind der Familie Mischke in Dickschen/Lindbach, Kreis Pillkallen/Schloßberg, geboren. Sie wuchs auf dem elterlichen Bauernhof auf, besuchte die Dorfschule, und wurde 1942 von ihrer Tante Frieda nach Königsberg geholt, um dort eine Ausbildung zur Musiklehrerin zu absolvieren. Der Buernhof verlangte jedoch nach dem Kriegstod ihres ältesten Bruders, dass sie im Januar 1944 dorthin zurückkehrte. Als im selben Jahr die Flucht erforderlich wurde, nahmen sowjetische Soldaten das Mädchen im Kreis Karthaus gefangen. Sie kam für dreieinhalb Jahre in das Zwangsarbeitslager 6437 in Schadrinsk, Sibirien. Diese von harter Arbeit, Hunger, Kälte, Ungeziefer, Heimweh und Hoffnungslosigkeit geprägte Zeit verarbeitete sie zu ihrem Buch „Von Pillkallen nach Schadrinsk“ (1993) (erweitert und neu herausgegeben unter dem Titel „Vergeben ja – vergessen nie“)

1950 heiratete sie Heinz Rauschenbach. Sie gründete die Gruppe „Ostpreußisches Platt“. Bald nach dem Fall des eisernen Vorhangs unternahm sie 1991 eine Reise nach Schadrinsk, eingeladen vom Direktor der dortigen Fabrik. 2001 wurde ein von ihr angeregtes Mahnmal auf dem Standortfriedhof in der Berliner Lilienthalstrasse eingeweiht, das an die verschleppten deutschen Mädchen und Frauen erinnert. Es ist der Stele aus Granit nachempfunden, die die Bürger von Schadrinsk am dortigen Gemeinschaftsgrab der deutschen Zwangsarbeiterinnen errichtet haben. Für ihre Verdienste wurde ihr am 11. 11. 2002 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen, danach auch das Goldene Ehrenzeichen der Landsmannschaft Ostpreußen. Weitere Werke: „Zu Hause in Pillkallen“ (1988) – eine in Ostpreußen erlebte Dorfgeschichte, „Marjellchen wird Berlinerin“ (1990), „Koddrig und lustig“ (1995) – ostpreußische Originale in einem Pungel, „Marjellchens verzwickte Verwandtschaft“, „Marjellchen plachandert wieder“ (2005), „Marjellchen wird Berlinerin“ (1990) – wie nach der Heimkehr aus Sibirien der Neuanfang begann und sie Großstadtmensch wurde. Weiterhin über 100 Gedichte und dazu 50 Lieder getextet und vertont

 
 
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