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Die Geschichte des Abstimmungsdenkmals in Allenstein

13.04.2021

In der Geschichte von Ostpreußen gab es eine Vielzahlen von Denkmälern, die sowohl an die guten als auch an die schlechten Zeiten des Landes erinnern sollten. Manche dieser Denkmäler kann man auch heute noch besichtigen andere wurden in den letzten Jahrzehnten entfernt oder von den Kriegen verwüstet.

Eines dieser Denkmäler, welche die letzten Jahrzehnte nicht überstanden haben war das Abstimmungsdenkmal in Allenstein. Einst als Errungenschaft der modernen Demokratie gefeiert wurde das Denkmal bei der Übernahme durch den polnischen Staat als nicht mehr Zeitgemäß eingestuft und entfernt. Hier eine kleine Zusammenfassung zum Denkmal, dessen Errichtung sich am 26. Januar jährt.

Das Abstimmungsdenkmal wurde als patriotische ostpreußische Stätte errichtet, in der die Selbstbestimmung der Ostpreußen gefeiert wurde. In der Volksabstimmung 1920 wurde über den Verbleib Ostpreußens im Deutschen Reich abgestimmt. Mit einem eindeutigen Ergebnis von 97,8% stimmte die Bevölkerung für den Verbleib als Teil Deutschlands. Zur Feier der Abstimmung wurde in der Stadt Allenstein (heute Olsztyn) über acht Jahre ein Denkmal errichtet welches an die historische Abstimmung und an die Selbstbestimmung des Volkes erinnern sollte.

Das Denkmal wurde von den Berliner Architekten Walter und Johannes Krüger entworfen und wurde am 26. Januar 1928 in einem feierlichen Fackelmarsch eingeweiht. Gemeinsam mit dem Abstimmungsdenkmal in Marienburg und dem Tannenberg-Denkmal gehörte das Denkmal in Allenstein zu den bedeutsamsten ostpreußischen Denkmälern, die zwischen den Kriegen errichtet wurden.

Das Denkmal bestand aus elf Säulen, die symbolisch für die elf Kreisstädte des Landes standen, welche in der Abstimmung über den Verbleib im Reich entschieden. Das Denkmal stand auf einem Podium um eigens angelegten Park und trug verschiedene patriotische Schriftzüge, die an die historische Selbstbestimmung des Landes erinnern sollten.

Vor dem Denkmal findet sich auch heute noch ein Wasserbecken und ein Brunnen, an dem sich die Besucher des Parkes erfrischen konnten. Heute befindet sich in der Umgebung des Parkes eine kleine Einkaufspassage, in der man kleinere Einkäufe tätigen kann oder einen Spaziergang bei einem Kaffee ausklingen lassen kann. Die alte Spielhalle in der Nähe hat bereits vor Jahren schließen müssen, und wurde durch eine Online-Spielothek vom Markt verdrängt, da diese in der Bevölkerung mehr Anklang finden als die klassischen Spielhallen.

Das Allensteiner Abstimmungsdenkmal wurde 1945 von der polnischen Verwaltung abgerissen und durch ein patriotisches Denkmal ersetzt. Das neue Denkmal besteht aus einer Skulptur mit polnischen Symbolen und trägt den Titel “Helden im Kampf um nationale und soziale Befreiung im Ermland und Mansuren”.

Zusätzlich wurden die Stufen des Podestes entfernt und dienen heute nur noch lediglich der Präsentation des Denkmals. Es kann heute in der Stadt Olsztyn im Zentrum des historischen Ostpreußen besucht werden. Für den Besuch des Parkes und die Besichtigung des Denkmals werden keine Kosten fällig.

 
 
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