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Marion Gräfin Dönhof

Marion Gräfin Dönhof

02.12.2021

Marion Gräfin Dönhoff ( 2. 12. 1909 – . 11. 3. 2002) wurde auf Schloß Friedrichstein nahe Königsberg geboren. Als sie sich im Januar 1945 mit dem Treck ihrer Gutsleute von Quittainen aus auf die Flucht begab, schloß sie die Haustür hinter sich in dem Bewußtsein, daß damit die 700jährigen Geschichte ihrer Familie im Osten ein Ende fand. Der Treck brauchte fast 8 Stunden, um in das 11 km entfernte Pr. Holland zu gelangen. Von hier aus ritt Gräfin Dönhoff allein weiter und kam bis nach dem Westen Deutschlands durch, während es dem Teil der Gutsleute, die aufgaben und nach Quittainen zurückkehrten, schlecht erging, mehrere erschossen oder nach Sibirien abtransportiert wurden.

Sie selbst gehörte ab 1946 der Redaktion der „Zeit“ an und übernahm dort 1950 das politische Ressort. 1954 verließ sie die Zeit aus Protest, weil ein NS-naher Staatsrechtler in der Zeit schreiben durfte, kehrte aber 1955 als stellvertrende Chefredakteurin wieder zu ihrer Zeitung zurück. Ab 1968 war sie Chefredakteurin, ab 1973 Mitherausgeberin. Zu Zeiten Willi Brandts war sie eine der herausragenden Propagandistinnen seiner neuen Ostpolitik. Insgesamt wird gerühmt, daß sie bedingungslos ihre eigene – sich durchaus auch ändernde – Meinung vertrat.

Ehrungen: Ehrendoktor Smith-College USA 1963; Joseph-E.-Drexel-Preis 1964; Theodor-Heuss-Preis 1966; Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1971; Ehrendoktor Columbia University New York 1982; Heinrich-Heine-Preis 1988; Ehren-Bürgerin von Hamburg und Kaliningrad.

Bücher: Namen, die keiner mehr nennt (1962); Die Bundesrepublik in der Ära Adenauer (1963); Welt in Bewegung (1965), Deutsche Außenpolitik von Adenauer bis Brandt (1970), Menschen, die wissen, worum es geht (1976); Von Gestern nach Übermorgen (1981); Amerikanische Wechselbäder (1983), Weit ist der Weg nach Osten (1985); Preußen (1987); Der südafrikanische Teufelskreis (1987); Kindheit in Ostpreußen (1988); Bilder, die langsam verblassen: Ostpreußische Erinnerungen (1989); Im Wartesaal der Geschichte (1993).

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