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Gr. Karpowen

Nekrassowo – Groß Karpowen/Karpauen

Die Söldnerführer Georg und Christoph von Schlieben erhielten 1469 ein großes Gebiet mit den Städten Gerdauen und Nordenburg als Pfand zur Sicherung ihrer Soldansprüche. Da der Orden das Pfand nicht einlösen konnte, gingen die Ländereien in das Eigentum der Gebürder Schlieben über. Dazu gehörte auch “das in der gemeinen Wüste liegende Dorf Carpowen”.[1]

Karpauen verfügte über ein Schulgebäude, das ab 1932 zweiklassig war. Groß Karpowen wurde am 16. 7. 1938 in Karpauen umbenannt.

Die kleine Kirche im Ort wurde ab 1860 gebaut, aber erst 1898 eingeweiht. Nachdem 1922 ein Blitz die hölzerne Turmkonstruktion in Brand gesetzt hatte, wurde der Turm mit Ziegeln massiv neu gebaut. Das geschmiedete Turmkreuz fertigte Schmiede-Obermeister Laumert aus Darkehmen an (Frank Ratschat). Die Kirche überstand den Krieg unversehrt und wurde dann als Lagerhalle genutzt. In die Nordseite wurde eine quadratische Öffnung geschlagen, wohl als Fahrzeug-Zugang. Fenster und Zugänge sind ansonsten zugemauert. Seit 1995 wird die Kirche nicht mehr genutzt und verfällt.


[1] Frank Ratschat, http://www.karpauen.de/Kirchspiel.htm

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