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Zabin – Szabienen/Lautersee

Hier gibt es noch eine funktionierende Kirche aus dem 16. Jh. Die dreischiffige Kirche mit kassierten Decken in den Seitenflügeln und eiem flachen Holztonnengewölbe über dem Mittelschiff war die Patronatskirche der Familie v. Fahrennheid in Klein-Beynuhnen. Die dorischen Säulen sind Ausdruck der Liebe zur Antike in der Familie. Die Glocken stammen aus der ehemaligen reformierten Kirche in Beynuhnen, als diese abgebrochen wurde. Das Pfarrhaus ist dem Vernehmen nach inzwischen in ein Bauerngehöft umgewandelt worden.[1]

Letzter deutscher Besitzer des Guts und des Gestüts war die Familie von Zitzewitz.

Im Kirchspiel Szabienen lag das kleine Dorf Kermuschienen/Kermenau (Kiermuszyny). Der Name kommt aus dem Prußischen und bedeutet etwa „Bärlauchort“. Er ist Mittelpunkt einer Chronik von Klaus-Jürgen Liedtke „Die versunkene Welt – Ein ostpreußisches Dorf in Erzählungen der Leute“, Eichborn Verlag, Frankfurt/M., die die Geschichte der dort ansässigen Besitzerfamilien im Zeitraum vom Ersten Weltkrieg bis zur Flucht 1944 beschreibt. Einbezogen sind die umliegenden Orte Eßerienen/Escherienen/Seehagen, Ballupönen/Schanzenhöh, Jaggeln/Kleinzedmar sowie die dortigen Güter. Heute findet man in Kermuschienen im polnischen Teil Ostpreußens nur noch überwachsene Mauerreste. Nachdem sich 1947 zunächst Ukrainer aus Podolien niedergelassen hatte, wurde das Dorf 1974 aufgegeben.[2]



[1] Rüdiger von Voss, Niemandsland, S. 68 f
[2] Der Bärlauchort, D. Jestrzemski, Oprbl. Nr. 7/2010 (20 Februar), S. 20

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