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Geschichte der Wallfahrtskirche in Krosno – Krossen

Nur 3 km von Wormditt entfernt in Krossen steht eine der herausragenden ermländischen Wallfahrtskirchen. Für das 14. Jh. ist eine Marienkapelle an dieser Stelle bezeugt. Diese kaufte zusammen mit dem umliegenden Gut, das um 1350 gegründet worden war, im Anfang des 17. Jhs. der Braunsberger Bürgermeister Jakob Bartsch und der ließ die kleine Kirche renovieren.

Zu jener Zeit verehrte man hier eine kleine Madonnenstatue aus Alabaster, der man wundersame Kräfte nachsagte. Dieser Wunderglaube führte zu einer Wallfahrts-Bewegung.

Der Besucherstrom schwoll im Laufe des 17. Jhs. stark an. Als der Erzpriester Kaspar Simonis (1660 – 1733) aus Wormditt Gut Krossen mit der Kapelle im Anfang des 18. Jhs. übernahm, sorgte er für den Bau der heutigen Wallfahrtskirche von 1715 – 1720, ein Saalbau mit mittelalterlichem Grundriss-Schema bei hervorspringendem Chor. Baumeister war Johann Christoph Reimers, geb. um 1660 in Westfalen, gest. 1720 in Krossen. Er war zum katholischen Glauben konvertiert, hatte sich als Bürger in Wormditt niedergelassen und arbeitete als Baumeister für das gesamte Ermland. Die Baupläne für Krossen sollen dabei in Warschau konzipiert worden sein, möglicherweise von Giuseppe S. Belotti.

Zur Entstehung der Wallfahrtsbewegung gab es folgende kleine Legende: eine Anzahl von Kühen hatte sich eines Morgens kniend um einige Hostien herum versammelt, die gewissenlose Einbrecher nach der Plünderung einer nahen Kirche achtlos auf der Wiese zurück ließen. Der herbeigeholte Pfarrer fand das wundersam und nahm die Hostien wieder in die Obhut der Kirche. Zum Gedenken an dieses fromme Ereignis wurde an der Fundstelle der Hostien eine Kapelle errichtet, zu der fortan viele Gläubige pilgerten.

Seit 1991 wird die Wallfahrtskirche und die benachbarte, 1740 angebaute Abtei mit polnischen und deutschen öffentlichen und privaten Mitteln und großem Engagement restauriert. Das Konventsgebäude, das im Zeitraum 1722 – etwa 1730 entstand und ehemals eine Stiftung für Weltgeistliche beherbergte, soll dabei als deutsch-polnische Jugendbegegnungsstätte eingerichtet werden.

Renovierungsarbeiten

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