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Bogatynskie – Tüngen

Der Ort erhielt seine Handfeste 1282 oder 1287, wobei sich der Name von der hier ansässigen Gutsbesitzerfamilie Tunge ableitet. Aus dieser Familie stammte der ermländische Bischof Nikolaus von Tüngen (1467 – 1489). Im 18. Jh. gehörte Tüngen zu den größten Besitzungen im Ermland.

Das Gutshaus im Spätbarock ließ 1772 ein Stanislaus Rutkowski errichten, dessen Wappen noch in einem Feld der östlichen Vorderwand zu erkennen ist. Hervorzuheben ist das eindrucksvolle Portal mit Beschlägen nach Danziger Art.

Um die Wende zum 20. Jh. wurde es zunächst neogotisch, später neobarock umgestaltet. In dieser Zeit fügte man einen Wasserturm mit hohem Zeltdach an.

Besitzer vor der Jahrhundertwende war ein Herr v. Blell, dessen Familie aus Holland zugewandert war. Er erregte Aufmerksamkeit, indem er seine reichhaltige Waffensammlung dem Museum der Marienburg vermachte. Hans Graf von Kanitz (1841 – 1913) erwarb 1882 Gut Tüngen, dass seiner Frau Marie, geb. Gräfin von Bismarck-Bohlen (1855 – 1929), nach seinem Tod als Witwensitz diente.

Nach dem 2. Weltkrieg diente das Herrenhaus als Wohnung für Angestellte des staatlichen Gutes. Zu Beginn der 1990er Jahre wurde es an einen Privatmann verpachtet, der jedoch nicht das Geld aufbringt, um dringend notwendige Instandsetzungsmaßnahmen durchzuführen. Dadurch befindet sich das Gebäude in bedauerlich verfallendem Zustand.

Von der ehemaligen Ausstattung befindet sich ein Renaissance-Kachelofen mit religiöser Genremalerei, angefertigt in Nürnberg, heute im Museum von Allenstein, und ein barocker Ofen, angefertigt in Cadinen, heute im Museum von Frauenburg. Im Haus selbst verblieb ein beschädigter Kamin im Gartensaal, eine Kassettendecke im südwestlichen Eckzimmer sowie etliche originale Fensterrahmen und Türen.

Die Kirche „Zur hl. Dreifaltigkeit“ ist ein Bauwerk des 19. Jhs. ohne Turm, lediglich mit Dachtürmchen. Von der alten Ausstattung sind Altar und Kanzel noch vorhanden.

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