Linskoe – Kassuben

Die hiesige Kirche stiftete 1901 Kaiserin Auguste Viktoria aus Anlaß der Feiern zum 200jährigen Krönungsjubiläum der preußischen Könige. Neben ihr hatten viele prominente Personen der damaligen Zeit ihren finanziellen Beitrag geleistet. 1908 wurde sie eingeweiht. Bis in die 1970er Jahre hinein diente die Kirche als Kulturhaus. Weil sein Sohn an diesem Ort verunglückte, ließ der damalige Parteisekretär die Kirche zerstören. Sie ist nur noch Ruine und inzwischen weitgehend in eine Schutthalde verwandelt.

Die Stiftungstafel an der Außenwand der Kirche mit der Inschrift „Unter der Regierung Kaiser Wilhelms II. und dem Protektorate der Kaiserin Auguste Viktoria erbaut in dankbarer Erinnerung an die zweihundertjährige Jubelfeier des Königtums in Preußen mit Hilfe freiwilliger Beiträge aus allen Teilen der Provinz. 1701 / 1901“ wurde im Einvernehmen mit der russischen Verwaltung von der Kirchenwand abgenommen und vorläufig in der Goritter Schule deponiert, um sie der Nachwelt zu erhalten. Später soll sie Platz in einem noch zu begründenden Museum in Stallupönen finden.

Das benachbarte Pfarrhaus befand sich im Jahr 1998 äußerlich noch in akzeptablem Zustand und beherbergte die Post. Im Jahr 2006 sah das Gebäude schon nicht mehr so ansehnlich aus.